17.05.2025
Sachsen verspielen Führung im Schlussviertel
Die MLP Academics Heidelberg haben zum Auftakt der Play-offs für eine Überraschung gesorgt. In Spiel 1 der Serie mit den Niners Chemnitz setzten sich die Academics in Sachsen mit 93:90 durch.

Mit einem 15:7-Lauf drehten die Gäste spät noch das Spiel, dabei überragte vor allem Ryan Mikesell (27 Punkte), der mit zwei Freiwürfen 30 Sekunden vor Schluss sein Team auf die Siegerstraße brachte. Unterstützung bekam der Forward von Michael Weathers (21) und Bakary Dibba (20, 10 Rebounds). Für Chemnitz waren Victor Bailey (27) und Kevin Yebo (17, 6 Rebounds) die besten Scorer.
Die Academics erwischten den besseren Start und führten bereits im ersten Viertel dank Mikesell und Mateo Seric mit zwölf Punkten. Die Dreier fielen, dazu wurde der Korb gut verteidigt. Erst mit DeAndre Lansdowne kam Schwung in die Partie, der Oldie ließ es mit zwei Dunks gleich doppelt krachen und verkürzte nach zehn Minuten auf 20:29.
Bei den Gästen schmerzten die Foulprobleme von D.J. Horne, sodass sich Chemnitz langsam heranrobbte. Zunächst war es Yebo mit sieben Punkten am Stück, dann Bailey, der die Sachsen wieder in Schlagdistanz brachte. Jacob Gilyard glich kurz vor dem Wechsel sogar kurzzeitig aus, dennoch nahmen die Academics einen kleinen Vorsprung in die Kabine mit (44:46).

rar
Heidelberg fing sich jedoch, Chemnitz lief wieder die meiste Zeit einem Rückstand hinterher. Mikesell lieferte immer wieder Big Plays, dazu köchelte nun auch Weathers. Die Niners drehten zu Beginn des vierten Viertel auf, weil die Dreier endlich durch die Reuse gingen. Jeff Garrett stellte von Downtown fünf Minuten vor Schluss auf 83:78 - es war die bis dahin höchste Chemnitzer Führung der Partie.
Heidelberg kam aber noch einmal, Mikesell verkürzte per Korbleger, Dibba verwandelte den offenen Dreier zum Ausgleich. Chemnitz‘ Offense stagnierte dagegen und so war es wieder Mikesell, der 27 Sekunden vor Schluss das Foul zog und die Gäste wieder in Front brachte (87:89). Lansdowne wurde dann abgeräumt und Heidelberg zeigte an der Freiwurflinie keine Nerven.
Spiel 2 der Serie findet am Dienstag (ab 20 Uhr live bei Dyn) in Heidelberg statt.