18.06.2025
Bayern verliert Spiel 2 der Finals in Ulm
Der FC Bayern München hat aufgrund einer schwachen zweiten Halbzeit die erste Niederlage in den Finals bei ratiopharm Ulm kassiert. Nach der 64:79-Niederlage in der ratiopharm Arena fand Nationalspieler Justus Hollatz klare Worte.

Gerade einmal sieben Punkte erzielten die Bayern im dritten Viertel in Ulm, aus einer knappen Führung wurde innerhalb von zehn Minuten ein zweistelliger Rückstand. In den letzten 7:55 Minuten des Abschnitts verbuchten die Gäste nur zwei Punkte und Ulm kam durch Steals (vor allem Karim Jallow) immer wieder ins Laufen.
Auf die Frage, ob das dritte Viertel Bayern den Sieg gekostet habe, wurde Justus Hollatz am Dyn-Mikrofon deutlich: "Die Mentalität hat uns den Sieg gekostet. Ulm wollte es mehr", sagte der Nationalspieler. "Es kann nicht sein, dass Karim [Jallow] zehnmal freistehend dunken kann."
Der Flügelspieler der Ulmer erzielte nicht nur 23 Punkte, sondern klaute den Bayern auch sechsmal den Ball und stellte damit einen neuen Karrierebestwert auf. Ulm forcierte 22 Turnover und erzielte zehn Punkte im Fastbreak (Bayern: 0 bei 18 Ulmer Ballverlusten). Das Tempo machte den Unterschied, die Ulmer waren entschlossen, während die Gäste aus München ideenlos wirkten und die Partie mit einer indiskutablen Feldwurfquote von 32 Prozent beendeten.
"Wir dürfen uns nicht so unter Druck setzen lassen. Ich hatte das Gefühl, dass wir zum ersten Mal Offense gespielt haben", ärgerte sich Hollatz weiter. Dazu kam der Umstand, dass die Münchner mal wieder nicht über 40 Minuten ein gutes Spiel machen konnten. "Wir haben oft eine Halbzeit, in der wir uns ein bisschen schwer tun", rätselte Hollatz nach dem Spiel gegenüber basketball-world.news.
So steht es nun 1-1 in der Serie, die Bayern damit in jeden Fall noch einmal nach Ulm fahren müssen, wo der Meister von 2023 erst ein Spiel in dieser Saison verloren hat (gegen Heidelberg). Spiel 3 der Serie findet am Samstag um 20 Uhr (live bei Dyn) statt.
rar, jos