16.02.2026
Europäische Stars seit Tagen in der Kritik
Trotz des neuen All-Star-Modus blieb die Debatte um Einsatz und Intensität nicht aus. MVP Anthony Edwards nannte nach dem Turnier zwei Namen, die aus seiner Sicht sinnbildlich für das Problem stehen.

Edwards hat nach seinem MVP-Auftritt beim All-Star-Turnier öffentlich Kritik an Luka Doncic und Nikola Jokic geäußert. "Kein Disrespect gegenüber Luka und Jokic, aber sie sind zwei der besten Spieler der Liga. Sie versuchen nicht wirklich, ein All-Star-Game zu spielen. Sie wollen nicht", sagte Edwards nach dem Spiel - und griff damit eine Diskussion auf, die das Wochenende seit Tagen begleitet.
Edwards’ Aussagen knüpfen auch an vorherige Kommentare von Kevin Durant an, der im Vorfeld angedeutet hatte, dass insbesondere europäische Stars für fehlende Ernsthaftigkeit kritisiert werden. Gerade weil der neue Modus sichtbar mehr Wettbewerb erzeugen sollte, wurde das Thema Intensität diesmal noch stärker zum Prüfstein: Wer zieht wirklich mit, wenn es - zumindest phasenweise - körperlicher und engagierter wird?
Gleichzeitig muss der Kontext bei Doncic und Jokic mitgedacht werden: Beide waren angeschlagen und wurden entsprechend limitiert eingesetzt. Doncic kam nach seiner linken Hamstring-Verletzung nur rund fünf Minuten aufs Feld (2 Punkte, 2 Assists), Jokic - zuletzt wegen Knieproblemen lange raus - ebenfalls nur kurz (0 Punkte, 2 Rebounds bei einem Wurf). Volle Belastung oder durchgehende Intensität waren unter diesen Voraussetzungen kaum zu erwarten.
Jokic hatte zudem schon vor dem Turnier Zweifel geäußert, ob ein neues Format automatisch die gleiche Haltung bei allen auslöst. "Ich glaube, wir werden es morgen sehen. Ich werde spielen wie jedes Jahr", sagte er. "Ich bin mir nicht sicher, ob das ein anderes Feuer in mir entfacht - für mich: nein." Genau diese Spannung bleibt nach dem Debüt des neuen All-Star-Modus: Das Format kann den Rahmen verändern - aber wie ernst es alle Stars nehmen, hängt am Ende weiterhin an ihnen selbst.
sgm