16.02.2026
Spieler loben neuen Modus
Das neue All-Star-Format brachte frischen Wettbewerb - und spürbar mehr Intensität aufs Parkett. Angeführt von Victor Wembanyama entwickelte sich in Inglewood ein überraschend umkämpftes Spektakel.

Im Mittelpunkt des Abends stand weniger das Ergebnis als vielmehr die Art und Weise, wie gespielt wurde. Mehr Einsatz, mehr Körpersprache, mehr Ernsthaftigkeit - Attribute, die dem All-Star-Game in den vergangenen Jahren häufig abgesprochen wurden. Für MVP Anthony Edwards war klar, woran das lag: am neuen Turniermodus - und an Victor Wembanyama.
"Er hat den Ton gesetzt, und es war definitiv competitive mit allen drei Teams", sagte Edwards. "Er hat mich auf jeden Fall geweckt." Wembanyama agierte mit sichtbarer Energie, verteidigte konsequent und ärgerte sich nach Ballverlusten oder defensiven Fehlern demonstrativ - Gesten, die man sonst eher aus der regulären Saison kennt. "Es ist ein Spiel, das wir lieben - ich persönlich schätze es sehr - also ist es das Mindeste, competitive zu sein", erklärte der Franzose.
Auch das neue Format mit drei Teams und verkürzten 12-Minuten-Spielen wurde von mehreren Akteuren als Faktor für die höhere Intensität genannt. "Ich denke, es war definitiv ein Schritt nach vorne in Sachen Wettbewerb im Vergleich zum letzten Jahr", sagte Kevin Durant. Die kürzere Spielzeit erhöhe den Druck, sofort präsent zu sein, ergänzte Edwards: "Die 12 Minuten sorgen dafür, dass wir konkurrieren. Die drei Teams trennen die Jungs - ich denke, es war richtig gut."
Edwards betonte zudem vor allem den Reiz, das World Team geschlagen zu haben: "Sie sagen, sie sind die besten Spieler der Welt. Sie zu schlagen, ist das beste Gefühl der Welt."
Dass der Fokus stärker auf Leistung als auf Show lag, zeigte auch die Reaktion der Spieler untereinander. Scottie Barnes sprach mit Blick auf den Auftritt von Kawhi Leonard von "Ehrfurcht" und "Schock", als dieser heiß lief: "Wenn ein Spieler so drauf ist, ist das besonders. Genau das wollen die Leute sehen." Leonard selbst betonte, nun sei bewiesen, dass auch ein All-Star-Game mit höherer Konzentration möglich sei - unabhängig vom Format.
Ob die Liga dauerhaft am neuen Modus festhält, bleibt offen. Edwards würde eine Wiederholung begrüßen - Leonard kann sich nach dem Abend aber auch eine Rückkehr zum klassischen East-West-Format vorstellen. "Ich glaube weiterhin, dass East-West großartig wäre - ich denke, die Jungs würden trotzdem konkurrieren", sagte der Clippers-Star. Entscheidend sei für ihn vor allem, "was die Aufmerksamkeit der Fans am meisten packt - dafür bin ich."
sgm