27.05.2025
Williams erzielte 14 Punkte im Schlussviertel
Jalen Williams stand immer wieder in der Kritik, ob er als zweite Option neben Shai Gilgeous-Alexander ausreicht. Nach seiner beeindruckenden Vorstellung in Spiel 4 gegen die Timberwolves loben Mitspieler und Coaches die Entwicklung des 24-Jährigen - und blicken auf das, was noch möglich ist.

Die Diskussion um Oklahoma Citys fehlende zweite Option hinter Shai Gilgeous-Alexander begleitet die Thunder schon seit den Playoffs vergangenes Jahr. Spätestens nach Spiel 4 der Western Conference Finals ist diese Frage beantwortet - zumindest für Jalen Williams. Der Flügelspieler erzielte 34 Punkte bei 13/24 aus dem Feld und lieferte in den entscheidenden Momenten des Spiels ab.
"Er war unglaublich", sagte Shai Gilgeous-Alexander über seinen Teamkollegen, der sechs Dreier versenkte und im Schlussviertel 14 Punkte erzielte. "Er hat seine Spots gefunden, war aggressiv und einfach er selbst."
Williams war nach einem schwachen Spiel 3 gefordert - und antwortete mit seiner besten Playoff-Leistung. Für Coach Mark Daigneault ein Zeichen der Reife: "Er war in Kontrolle. Nicht gehetzt, nicht getrieben - genau das macht große Offensivspieler aus. Das war eine starke Reaktion von ihm heute."
Auch Lu Dort, seit Jahren fester Bestandteil des Teams, lobte die Entwicklung: "Er wächst mit jeder Serie. Es ist beeindruckend, wie er jetzt in solchen Spielen auftritt."
Die Thunder profitierten dabei nicht nur von Williams’ Effizienz, sondern auch von seiner Präsenz in der Crunchtime. Während Gilgeous-Alexander mit 40 Punkten und fast einem Triple-Double wieder einmal den Ton angab, war es Williams, der in der heißen Phase Verantwortung übernahm und dem Spiel die entscheidenden Impulse gab.
"Viele, die über mich reden, könnten nicht das tun, was ich tue", sagte Williams selbstbewusst nach dem Spiel. "Das gibt mir Selbstvertrauen."
Laut ESPN Research erzielten Gilgeous-Alexander, Williams und Holmgren gemeinsam 95 Punkte - der höchste Wert eines Thunder-Trios in einem Playoff-Spiel seit dem Umzug nach Oklahoma City 2008. Für SGA ein Ausblick auf das, was noch kommt: "Ich bin 26, die Jungs sind 23 und 24. Die sind noch nicht mal in ihrer Prime. Das ist das Verrückte."

Und Williams? Der bleibt auf dem Boden - zumindest vorerst: "Ich versuche, mich nicht zu sehr zu freuen. Wir haben noch viel vor. Jetzt geht es um den nächsten Sieg."
Spiel 5 steigt am Mittwochabend (Donnerstag, 2.30 Uhr in Deutschland) in OKC. Ein Sieg - und die Thunder stehen in den NBA Finals.
sgm