vor 4 Stunden
NBA kompakt aus der Nacht
Victor Wembanyama hat mit einer Gala den San Antonio Spurs den vierten Sieg in Serie beschert. Das einzige ungeschlagene Team der Liga bleiben die Memphis Grizzlies und Isaiah Hartenstein unterliegt mit den Oklahoma City Thunder deutlich im Topspiel.

Die San Antonio Spurs taten sich gegen die Timberwolves ohne Anthony Edwards (Knie) und Rudy Gobert (Rücken) überraschend schwer, es brauchte schon eine Gala von Victor Wembanyama, um die Gäste in die Knie zu zwingen. Der Franzose verbuchte 43 Punkte (17/34 FG), sieben Rebounds und sechs Blocks, dabei nahm er so viele Würfe wie nie zuvor in seiner NBA-Karriere. Nur vor zwei Jahre gegen Washington hatte Wemby mehr Punkte erzielt (50).
Dabei machte der Franzose auch die wichtigen Plays. Mitte des vierten Viertels hatte Jonathan Kuminga (19) einen scheinbar offenen Dreier, doch Wembanyama blockte bei 105:101 den Wurf und war umgehend im Fastbreak zur Stelle. In der Schlussphase waren es dann Drives von Dylan Harper (25, 6 Assists) und De’Aaron Fox (22, 8/10 FG, 7 Assists), die den Sieg sicherstellten. Stephon Castle blieb dagegen in 22 Minuten ohne einen einzigen Punkt (0/4 FG).
Minnesota hielt sich dennoch lange wacker im Spiel, obwohl auch LaMelo Ball (10, 2/10 FG, 5 TO) nicht viel gelang. Dafür machten es Ayo Dosunmu (27, 11/17) und Jaden McDaniels (19) gut, für den Sieg reichte es am Ende aber doch nicht.
Eine überraschend deutliche Niederlage mussten die Atlanta Hawks in New Orleans einstecken. Dabei ging aus der Distanz fast nichts (8/46 3P), vor allem Nickeil Alexander-Walker (12, 3/12 FG, 0/7 Dreier) hatte große Probleme. Die Gastgeber trafen zwar auch nur sieben Dreier, nahmen aber nur 17 Versuche und attackierten die Hawks immer wieder am Korb.
Mann des Spiels war Saddiq Bey (25, 9/13), der auch immer wieder aus der Mitteldistanz zur Stelle war. New Orleans gewann bereits das erste Viertel mit 35:18 und lief nie Gefahr, diesen Vorsprung zu verspielen, obwohl auch Zion Williamson (15, 5/18) eher unauffällig blieb. Aufregung gab es noch drei Minuten vor Schluss, als Rookie Kingston Flemings (12, 6 Assists) einen Ellbogenschlag gegen Bryce McGowens setzte, der Nr.8-Pick wurde in der Garbage Time dafür disqualifiziert.
Das einzige ungeschlagene Team bleiben die Memphis Grizzlies (6-0), die nun schon zum zweiten Mal in den Genuss kamen, gegen die Sacramento Kings (0-6) anzutreten. Und das war eine deutliche Sache, obwohl Nr.7-Pick Darius Acuff Jr. mit 38 Punkten (12/15 FG) und neun verwandelten Dreiern die Lichter ausschoss.
Trotzdem führten die Gastgeber schon im dritten Viertel mit über 30 Zählern, die Grizzlies netzten dabei 19 von 38 Dreiern. Nr.3-Pick Cameron Boozer war mit 27 Punkten (8/14), neun Rebounds und sieben Ballverlusten bester Scorer, während Ty Jerome verletzt passen musste. Dafür gab Cam Spencer (10) den Spielmacher und dankte das Vertrauen mit 13 Assists bei 0 Turnover.
Insgesamt punkteten sechs Spieler bei den Grizzlies zweistellig, darunter die Backups Isaiah Stewart (24) und GG Jackson (21). Bei den Kings wusste am ehesten noch Domantas Sabonis (11, 14 Rebounds, 8 Assists) zu gefallen.

Spitzenspiel war eigentlich das Etikett für Rockets vs. Thunder, doch aufgrund der Verletzungsmisere in OKC war es eine klare Angelegenheit für Houston, die am Vortag noch in Dallas eine Schlappe hatten einstecken müssen. Das spielte aber keine Rolle, stattdessen waren es Jabari Smith Jr. (30, 10/18 FG, 6/12 Dreier) und Marcus Smart (24, 7/10 3P), die hervorragend trafen.
So hatten die Rockets den Luxus, dass Kevin Durant (14, 4/9, 3 Blocks) seine Kräfte etwas schonen konnte, Fred VanVleet wurde gar nicht eingesetzt. Die Thunder waren derweil zumindest mit den Startern um MVP Shai Gilgeous-Alexander (26, 10/20) zumindest respektabel, doch von der Bank kam nicht mehr viel. Isaiah Hartenstein spielte 25 Minuten, dabei verbuchte der deutsche Nationalspieler zehn Zähler (3/8 FG), sieben Rebounds und drei Steals.
Mehr als deutlich war es auch in Milwaukee, wo die Cavaliers im zweiten Viertel mal eben 48 Punkte erzielten. In diesem Abschnitt vergaben die Gäste nur vier Würfe (18/22) und spielten 15 Assists. Danach war das Spiel bereits gelaufen, kein Akteur auf Seiten der Gäste spielte mehr als 25 Minuten.
Die Star-Guards Donovan Mitchell (15, 5/7) und James Harden (13, 7 Assists) konnten es ruhig angehen, stattdessen dominierten die Cavs mit Evan Mobley (27, 11/16) und Jarrett Allen (25, 11 Rebounds) vor allem in der Zone. Lichtblick bei den Bucks war Backup-Big Kel’el Ware (19, 10 Rebounds), ansonsten waren die Bucks aber erneut recht chancenlos.
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