29.01.2026
Cavs-Tribute bei möglicher Abschiedstour
LeBron James zeigte sich bei seiner Rückkehr nach Cleveland sichtlich bewegt, als die Cavaliers ihm mit einem besonderen Tribute-Video gedachten. Während die Fans ihre Ikone feierten, machten die Cavs sportlich klar, dass die Gegenwart längst einem anderen Superstar gehört.

Die Rückkehr von LeBron James nach Cleveland hatte einen emotionalen Moment. Während einer Auszeit im ersten Viertel blendeten die Cavaliers ein Tribute-Video ein, das unter anderem James’ legendäre 25 Punkte in Serie aus Spiel 5 der Eastern Conference Finals 2007 gegen die Pistons zeigte. Der heute 41-Jährige wischte sich daraufhin sichtbar die Tränen aus dem Gesicht.
Nach dem Spiel erklärte James, warum ihn diese Szene so sehr berührte. Es sei nicht das reine Highlight gewesen, sondern das bewusste Erleben des Augenblicks. "Ich versuche, im Moment zu leben, weil ich nicht weiß, ob es mein letztes Mal hier in Cleveland ist. Es könnte durchaus so sein", so der King. Die Nähe zur Heimat spiele dabei eine große Rolle (Akron liegt nur rund 35 Minuten entfernt).
So bewegend der Moment abseits des Feldes war, sportlich verlief der Abend für James und die Los Angeles Lakers ernüchternd. Die Cavaliers dominierten die Partie nach der Pause klar und gewannen mit 129:99. James blieb bei lediglich 11 Punkten, traf nur drei seiner zehn Würfe und blieb erstmals in 13 Gastspielen in Cleveland unter 20 Punkten.
Ein Lichtblick für James war der Einsatz seines Sohnes Bronny James in den letzten Minuten. Der jüngere James erzielte acht Punkte, darunter zwei Dreier. Ein weiterer emotionaler Moment für die Familie, den LeBron später als "surreal" beschrieb, da auch seine Mutter auf der Tribüne saß.

Nach dem Spiel setzte Cavs-Guard Jaylon Tyson ein Statement. Als Donovan Mitchell im Interview auf die Bedeutung von LeBrons Rückkehr angesprochen wurde, unterbrach Tyson und stellte klar: "Das ist Donovan Mitchells Stadt jetzt." Cleveland wolle Mitchell künftig dieselbe Unterstützung geben, die James einst erfahren habe.
Mitchell selbst reagierte deutlich zurückhaltender. Er betonte den Respekt vor LeBrons Vermächtnis und verwies darauf, dass James das Fundament gelegt habe, auf dem heutige Generationen aufbauen. Solange Mitchell keinen Titel nach Cleveland gebracht habe, werde LeBron eine überragende Figur für die Stadt bleiben.
James selbst wollte nach der Partie keine Spekulationen über eine mögliche Abschiedstour nähren. Er habe sich noch keine Gedanken darüber gemacht und genieße weiterhin das Spiel auf hohem Niveau. Der Kampf gegen "Father Time" laufe, sagte er und den nehme er persönlich.
kon