25.01.2026
Vierter Deutscher bei den Magic?
Wird Dennis Schröder der vierte Deutsche bei den Orlando Magic? Die Gerüchteküche rund um den deutschen Nationalspieler brodelt. Doch ergibt ein solcher Trade für die Orlando Magic auch Sinn?

Schon im vergangenen Jahr wurde über einen Wechsel von Schröder nach Orlando spekuliert, die Magic entschieden sich im Sommer letztlich für Tyus Jones, der im Vergleich zum DBB-Kapitän deutlich günstiger zu haben war. Der 29-Jährige erfüllte die Erwartungen bei den Magic aber nicht, der Backup-Guard verbuchte bisher in 43 Partien 3,1 Punkte und 2,3 Assists im Schnitt.
Das ist enttäuschend, schließlich sollte Jones Orlando als Spielmacher von der Bank kommend Stabilität verleihen, dafür bekam der Guard sieben Millionen Dollar für die Saison. Mit einer Bilanz von 23-21 belegen die Magic derzeit nur Rang sieben im Osten, zuletzt setzte es drei Niederlagen in Serie. Das ist nicht der Anspruch der Magic, die nach dem Trade für Desmond Bane in den Kreis der Titelanwärter in der Eastern Conference vorstoßen wollten.
Zuletzt gab es einmal Gerüchte, dass Orlando Gehälter loswerden will, um die eigenen Finanzen ein wenig in den Griff zu bekommen. Denn: Franz Wagner und Desmond Bane beziehen bereits das maximale Gehalt, bei Paolo Banchero geht es in der kommenden Saison los. Das sorgt dafür, dass Orlando Luxussteuer zahlen wird, dazu werden Stand jetzt die Regeln des Second Apron das Team massiv einschränken.
Wackeln sollen deswegen Jonathan Isaac (15 Mio.), Goga Bitadze (8 Mio.) sowie eben Jones, vermutlich würde man auch Jett Howard (5,5) gerne abgeben. In Howard schlummert zumindest ein entwicklungsfähiger Schütze, Bitadze ist ein guter Backup-Center, womöglich gibt es hier ein wenig Interesse. Auch von den Kings?
Diese werden ihr Team aufgrund der enttäuschenden Saison aufbrechen, Schröder ist (mal wieder) ein heißer Trade-Kandidat. Das Problem beim DBB-Kapitän ist aber, dass er noch einen Vertrag bis 2028 besitzt. Davon ist das letzte Jahr nur mit knapp fünf Millionen garantiert, doch auch 2026/27 wird der Braunschweiger 14,8 Millionen Dollar einstreichen. Für die Magic wäre das ein stolzer Preis, wenn man nicht anderweitig ordentlich sparen kann.

Dazu würde Schröder in Orlando aller Voraussicht nach nicht starten, mit Anthony Black, Jalen Suggs und Bane haben die Magic bereits drei Guards, die alle viel Spielzeit benötigen. Schröder mag zwar produzieren, doch der Aufwand für Orlando wäre vergleichsweise hoch und würde auch die Gehaltsstruktur für die kommende Saison beeinflussen.
Zumindest wäre Schröder ein Spielmacher, der organisieren kann. Dies geht Black und Suggs noch ein wenig ab, allerdings gibt es beim Deutschen doch auch wieder einige Fragezeichen hinter dem Dreier (34,5 Prozent). Die Chemie mit den anderen Deutschen würde dafür sprechen, gleichzeitig gäbe es in Orlando eine andere Dynamik. Die Magic sind das Team von Banchero und Wagner, für Schröder bliebe nur eine Nebenrolle.
Mit seiner Erfahrung könnte er den Magic helfen, gleichzeitig ist Schröder aber auch schon 32 Jahre alt und damit keine langfristige Lösung. Orlando braucht zwar jetzt Erfolg, doch ob Schröder die Probleme lösen kann (teils stagnierende Offense, Transition-Defense, etc.), ist anzuzweifeln.
rar