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    NBA

    vor 1 Stunden

    Wen sollte Washington auswählen?

    Warum die Wizards trotz des Top-Picks vor komplizierten Entscheidungen stehen

    Die Washington Wizards haben nach 16 Jahren die Draft Lottery gewonnen. Was nun? Die Wizards befinden sich in einer interessanten Situation mit vielen Möglichkeiten. Wir blicken auf die Optionen für die lange so hoffnungslose Franchise.

    Die Washington Wizards halten im kommenden Draft den ersten Pick.
    Die Washington Wizards halten im kommenden Draft den ersten Pick. Brad Mills-Imagn Images

    Das offensichtliche Tanking hat sich ausgezahlt, der jahrelange Rebuild geht in seine womöglich letzten Züge. Neun Jahre ist es her, dass die Wizards letztmals eine Playoff-Serie gewannen, zwei weitere Male reichte es für die Playoffs. In den vergangenen Spielzeiten gewannen die Hauptstädter aber gerade einmal 15, 18 und zuletzt 17 Spiele. Kein Team sammelte in diesem Zeitraum annähernd so viele Niederlagen wie D.C. (196).

    Vieles davon war so geplant, die Ära Bradley Beal brachte viel Mittelmaß, aber wenig Hoffnung. Diese aber wurde dem Team nach dem Neuanfang unter GM Michael Winger versprochen und mündete nun mit dem ersten Pick in einem vermutlich sehr starken Draft. "Es sind unsere Fans, die am meisten ertragen mussten", sagte Winger direkt nach der Ziehung. "Es ist der Lohn dafür, dass sie weiterhin an uns geglaubt haben."

    Dass es so nicht weitergehen würde, war ohnehin klar. Mit den Trades für Trae Young und Anthony Davis wurden bereits zwei frühere All-Stars während der Saison geholt, die aber in den letzten Wochen wenig bis gar nicht spielten - eben um die bestmögliche Draft-Position zu bekommen.

    Wizards: Die Bilanzen seit 2019

    SaisonBilanzPlatzAnm.
    29/2025-4710.-
    20/2134-388.Niederlage in Runde eins (1-4 PHI)
    21/2235-4712.-
    22/2335-4712.-
    23/2415-6714.-
    24/2518-6415.-
    25/2617-6515.-

    Wizards: All-Stars und Youngster - wie passt das zusammen?

    Gleichzeitig bringt dies die Wizards in eine schwierige Lage, weil man quasi zwei Linien vereinen muss. Young (28) steht in der Blüte seiner Karriere und wird aller Voraussicht nach im Sommer einen neuen Vertrag unterzeichnen. Und dann ist da noch Davis, inzwischen 33 Jahre alt, der Berichten zufolge gerne einen neuen Deal hätte (hat noch eine Spieler-Option für 2027/28), gleichzeitig aber auch den Titel spielen möchte.

    Realistisch scheint das alles nicht, vielmehr wäre es ein großer Fehler, dem verletzungsanfälligen Big Man im Herbst seiner Karriere noch einmal einen großen Zahltag zu bescheren. Mit Alex Sarr, seines Zeichens Nr.2-Pick im Jahr 2024, steht zudem ein junger Big Man im Kader, der als Ringbeschützer in der Theorie ähnliche Qualitäten besitzt. Es sei die Frage erlaubt, was Washington überhaupt mit dem 33-Jährigen will.

    Vielleicht erhofft man sich auch einfach, dass AD seinen Trade-Wert etwas steigern kann, um ihn während der Saison wieder weiterzureichen. Vielleicht klappt das Zusammenspiel mit Young aber auch so gut, dass Washington um die Playoffs spielt. Ein großes Vielleicht, und nun kommt eben noch dieser erste Pick mit in die Gleichung, auch wenn Winger einen Trade nicht gänzlich ausschließen wollte.

    Trae Young ist auf der Point-Guard-Position gesetzt.
    Trae Young ist auf der Point-Guard-Position gesetzt. Matthew Hinton-Imagn Images

    Wer passt für die Wizards am besten?

    A.J. Dybantsa, Darryn Peterson, Cam Boozer, Caleb Wilson, das sind die Namen, die immer wieder gehandelt werden und man fragt sich, welcher dieser vier eigentlich am besten passt. Gleichzeitig ist es eine überflüssige Frage, denn die größten Fehler werden meist dann gemacht, wenn Teams bei hohen Draft-Picks die Frage nach dem Fit stellen. So ließ sich Sacramento Luka Doncic durch die Lappen gehen, deswegen zog Portland anstelle von Kevin Durant lieber Greg Oden, um nur mal ein paar Beispiele zu nennen.

    Einen klaren Top-Pick gibt es in diesem Jahr nicht, jedem der Vier wird Star-Potenzial nachgesagt. Jeder hat seine Stärken, aber eben auch Schwächen. Der beste Fit dürfte aber Dybantsa sein, ein exzellenter Scorer, der mit seinen Drives auch in Ringnähe stets große Gefahr ausstrahlt. Der Sprungwurf mag zwar noch ausbaufähig sein, doch hier besteht durchaus noch Hoffnung. Auch beim Passspiel verbesserte sich der 19-Jährige über die Saison enorm.

    Dybantsas Vorteil: Er passt in beide Konstrukte der Wizards. Einerseits kann er neben Young und Davis die dritte Scoring-Option sein und muss sich nicht Abend für Abend mit dem besten Verteidiger des Gegners herumschlagen, andererseits ist auch der Fit mit den jungen Wilden Tre Johnson, Alex Sarr, Bilal Coulibaly und Kyshawn George gegeben.

    Wizards: Chronisch erfolglos

    Über die Saison verbuchte Dybantsa 25,5 Punkte und 6,8 Rebounds im Schnitt, dazu traf er starke 51 Prozent aus dem Feld und kann auf dem Flügel sehr variabel eingesetzt werden. Seine Begeisterung für Washington scheint sich zwar in Grenzen zu halten, doch wenn er seine Minuten bekommt und die Wizards damit beginnen, Spiele zu gewinnen, dürfte sich das bestimmt ändern.

    Für die Wizards war dieser Sonntagabend ein großer Tag, ein Versprechen für bessere Zeiten. Es ist die einmalige Chance für die chronisch erfolglose Franchise (letzte Conference Finals 1979) die Weichen für eine bessere Zukunft zu stellen. Eine sichere Sache ist das aber dennoch alles nicht.

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    Robert Arndt