06.02.2026
Am Ende bekam man Porzingis
Die Golden State Warriors haben im Vorfeld der NBA-Trade-Deadline deutlich aggressiver agiert, als es das Endergebnis vermuten lässt. Bevor man sich intensiv mit einer möglichen Verpflichtung von Giannis Antetokounmpo beschäftigte, führten die Warriors wohl bereits umfangreiche Trade-Gespräche mit den Memphis Grizzlies über Center Jaren Jackson Jr..

Wie ESPN-Reporterin Ramona Shelburne bei NBA Today erklärte, standen für Jaren Jackson Jr. zwei Erstrundenpicks im Raum. Ein Paket, das in etwa dem entsprach, was später Utah auf den Tisch legte. Die Gespräche wurden jedoch vorerst auf Eis gelegt, als sich abzeichnete, dass Giannis Antetokounmpo möglicherweise verfügbar werden könnte. Golden State wollte sich die nötigen Draft-Picks für einen potenziellen Deal offenhalten.
Dieser Plan ging letztlich nicht auf. Milwaukee entschied sich, den zweifachen MVP nicht abzugeben, während die Utah Jazz zuschlugen und JJJ für drei Erstrundenpicks, Rookie Walter Clayton Jr. sowie Kyle Anderson, Taylor Hendricks und Georges Niang verpflichteten. Der 26-Jährige hatte in Memphis in 45 Saisonspielen 19,2 Punkte, 5,8 Rebounds und 1,9 Assists aufgelegt und blieb einer der begehrtesten Two-Way-Bigs der Liga.

Nach dem Jackson-Trade und dem endgültigen Giannis-Aus schwenkten die Warriors um. Am Mittwochabend holten sie Kristaps Porzingis von den Atlanta Hawks und gaben dafür Jonathan Kuminga und Buddy Hield ab. Porzingis bringt zwar nicht die defensive Dominanz oder den Star-Faktor von Jackson Jr. oder Antetokounmpo mit, soll Golden State aber dringend benötigte Größe, Spacing und Ringprotection liefern.
Die Suche nach Verstärkung unter dem Korb war für Golden State naheliegend. Vor der Deadline bestand die Center-Rotation vor allem aus Al Horford, Draymond Green, Trayce Jackson-Davis und Quinten Post. Mit Horford (39) als einzigem Spieler mit nennenswerten Blockzahlen. Hinzu kommt der langfristige Ausfall von Jimmy Butler, der den Bedarf an zusätzlicher Scoring-Power neben Stephen Curry weiter erhöht.
kon