vor 2 Stunden
Orlandos Fehlstart
Die Orlando Magic stecken nach einem enttäuschenden Saisonstart weiter in Schwierigkeiten. Franz Wagner benennt die Probleme der Offensive und erklärt, was sich dringend ändern muss.

Die Orlando Magic kommen in der neuen NBA-Saison weiterhin nicht richtig in Schwung. Nach der 94:103-Niederlage gegen die Washington Wizards wartet das Team um Franz Wagner auch nach vier Heimspielen auf den ersten Sieg vor eigenem Publikum. Vor allem die schwache Offensive bereitet Sorgen. Der deutsche Nationalspieler hat aber schon eine Vorstellung davon, wie Orlando aus der Krise finden kann.
"Wir müssen herausfinden, wie wir spielen wollen", erklärte Wagner auf der Pressekonferenz nach der Partie. Der 25-Jährige sprach dabei vor allem das Tempo an: "Ich glaube, es würde uns helfen, etwas schneller zu spielen." Orlando müsse schneller in seine offensiven Abläufe kommen und auch nach Fehlwürfen selbstbewusst bleiben.
Wie dringend Veränderungen nötig sind, zeigte sich im dritten Viertel gegen Washington. Gerade einmal neun Punkte erzielten die Magic in diesem Abschnitt. Aus der Distanz traf Orlando nur einen von elf Versuchen. Insgesamt nahm das Team 39 Dreier bei 80 Würfen, fand gegen die Defensive der Wizards aber zu selten Lösungen.
Neben den spielerischen Schwierigkeiten erschweren einige Ausfälle die Umstellung auf das neue Offensivsystem. Wagner musste zuletzt deutlich mehr Verantwortung übernehmen, weil mehrere Leistungsträger fehlten. Für den Weltmeister ist das aber keine Ausrede für die aktuellen Probleme.
"Ich vertraue den Trainern, dass wir ein gutes System haben und wir es herausfinden werden", betonte Wagner. Die Mannschaft müsse sich zunächst an die veränderten Abläufe gewöhnen. Solche Schwierigkeiten seien gerade zu Beginn einer Saison Teil des Entwicklungsprozesses.
Entsprechend sieht der Deutsche keinen Grund, die neue Spielidee infrage zu stellen. "Wenn wir es erst einmal verinnerlicht haben, wird es meiner Meinung nach richtig gut aussehen", erklärte Wagner. Seine Zuversicht geht dabei noch weiter: "Wenn alles zusammenkommt, werden wir ein richtig gutes Team sein."
Auch Trainer Sean Sweeney stellte klar, dass Orlando trotz der schwachen Trefferquoten an seiner offensiven Ausrichtung festhalten will. Die Mannschaft müsse weiterhin konsequent den Korb attackieren und die richtigen Entscheidungen treffen. An der grundsätzlichen Spielweise werde sich nichts ändern.
kon