vor 4 Stunden
NBA-Roundup der XXL-Nacht
Eine XXL-Nacht mit 15 Spielen hat in der NBA für Spektakel gesorgt. Unter anderem setzten die Philadelphia 76ers setzten ihren Siegeszug fort, Shai Gilgeous-Alexander glänzte mit 43 Punkten und die Houston Rockets dominierten das Spitzenspiel gegen Boston. Außerdem verloren die Memphis Grizzlies erstmals und Cooper Flagg erlebte einen Abend zum Vergessen.

Die Philadelphia 76ers bleiben das Maß der Dinge in der Eastern Conference. Beim souveränen 126:107 gegen die Chicago Bulls feierte das Team den vierten Sieg in Folge und verbesserte seine Bilanz auf 7-1. Erstmals nach zwei Partien Pause stand dabei wieder die komplette prominente Starting Five um LeBron James, Joel Embiid, Jaylen Brown, Tyrese Maxey und Rookie VJ Edgecombe gemeinsam auf dem Parkett.
Maxey führte Philadelphia mit 26 Punkten und elf Assists an, wobei er allein 15 Zähler im Schlussviertel erzielte. Brown überzeugte mit einem Double-Double (25 Punkte, elf Rebounds), Edgecombe steuerte 21 Punkte bei. LeBron kam auf 15 Punkte, neun Assists und sieben Rebounds, Embiid ebenfalls auf 15 Zähler.
Nach einer knappen ersten Halbzeit (64:59) setzten sich die Gastgeber im dritten Viertel entscheidend ab. Chicago konnte trotz 24 Punkten von Rookie Caleb Wilson nicht mehr antworten und kassierte die fünfte Niederlage in Folge.
Shai Gilgeous-Alexander hat die Oklahoma City Thunder nach zwei deutlichen Niederlagen zurück in die Erfolgsspur geführt. Beim hart erkämpften 117:112 gegen die Cleveland Cavaliers erzielte der amtierende MVP 43 Punkte und versenkte 32,6 Sekunden vor Schluss den Dreier zur entscheidenden Führung.
Die Begegnung entwickelte sich vor allem im Schlussviertel zum Schlagabtausch. Achtmal wechselte die Führung im letzten Abschnitt, bevor SGA das Spiel an sich riss. Insgesamt nahm der Guard 35 Würfe aus dem Feld, traf davon 14 und verwandelte elf seiner zwölf Freiwürfe.
Ajay Mitchell unterstützte mit 20 Punkten, Isaiah Hartenstein sammelte 14 Rebounds. Cleveland wurde von Rookie Meleek Thomas und Donovan Mitchell mit jeweils 17 Punkten angeführt. Letzterer verbuchte zusätzlich elf Assists. Für die Cavaliers war es die erste Heimniederlage der Saison.

Die NBA hat ihr letztes ungeschlagenes Team verloren. Die Memphis Grizzlies mussten sich den New Orleans Pelicans in einem Overtime-Krimi mit 134:135 geschlagen geben. Nach sechs Siegen zum Saisonstart erwischte es damit den bisherigen Spitzenreiter der Western Conference. Für New Orleans war es der dritte Sieg in Serie.
Zum Matchwinner avancierte Jeremiah Fears, der 7,3 Sekunden vor Ende der Verlängerung beide Freiwürfe zur Führung verwandelte. Zuvor hatte Zion Williamson mit neun seiner insgesamt 25 Punkte in der Overtime entscheidenden Anteil am Erfolg. Memphis bekam noch eine letzte Chance, doch Ty Jerome verfehlte trotz einer starken 40-Punkte-Leistung den möglichen Siegtreffer. Nach der Schlusssirene gerieten beide Teams verbal aneinander und mussten voneinander getrennt werden.
Die Houston Rockets haben im Spitzenspiel gegen die Boston Celtics ein Ausrufezeichen gesetzt. Mit einem überzeugenden 109:93-Sieg beendeten die Texaner die fünf Spiele andauernde Siegesserie des Rekordmeisters und übernahmen mit einer Bilanz von 7-1 die Tabellenführung in der Western Conference. Für Houston ist es der beste Saisonstart seit 2014/15.
Alperen Sengün führte die Rockets mit 26 Punkten, zehn Assists und sieben Rebounds an. Die Gastgeber lagen zu keinem Zeitpunkt zurück und dominierten vor allem in Korbnähe (50:34 Punkte in der Zone). Kevin Durant steuerte zwölf Punkte bei, während Jabari Smith Jr. und Amen Thompson jeweils 14 Zähler erzielten. Boston fand offensiv kaum Lösungen. Jayson Tatum blieb bei 19 Punkten und traf nur fünf seiner 16 Würfe.
Die Portland Trail Blazers haben ihren starken Saisonstart mit einem Auswärtssieg fortgesetzt. Beim 118:110 gegen die Denver Nuggets feierten sie ihren ersten Erfolg in Denver seit 2010 und beendeten damit eine Serie von 18 Niederlagen in der Ball Arena. Gleichzeitig verbesserten die Blazers ihre Bilanz auf 5-1 und bleiben in der Fremde ungeschlagen (4-0).
Dabei erwischte Portland einen schwachen Start und lag nach dem ersten Viertel mit 19:31 zurück. Erst im Verlauf der zweiten Halbzeit kämpften sich die Gäste zurück, bevor sie im Schlussabschnitt die entscheidenden Akzente setzten. Deni Avdija erzielte neun seiner insgesamt 28 Punkte im vierten Viertel. Toumani Camara sorgte gut eine Minute vor Schluss mit einem Dreier für die Vorentscheidung. Donovan Clingan überzeugte mit 17 Punkten und 18 Rebounds. Auch Damian Lillard (20) und Jrue Holiday (17 Punkte, zehn Assists, acht Rebounds) hatten großen Anteil am Erfolg. Denver reichten dagegen 35 Punkte von Jamal Murray sowie 26 Punkte, neun Rebounds und acht Assists von Nikola Jokic nicht aus.

Die Sacramento Kings haben ihre Niederlagenserie zum Saisonstart endlich beendet. Nach sechs Pleiten in Folge setzte sich das zuvor letzte sieglose NBA-Team mit 115:100 bei den Dallas Mavericks durch. Rookie Darius Acuff Jr. führte Sacramento mit 25 Punkten an, Malik Monk (24) und Zach LaVine (23) lieferten ebenfalls starke Leistungen.
Für Dallas verlief der Abend dagegen enttäuschend. Besonders Cooper Flagg erwischte einen gebrauchten Tag und kam trotz 17 Punkten nur auf drei Treffer bei 19 Würfen. Immerhin zeigte sich der Rookie an der Freiwurflinie makellos und verwandelte alle elf Versuche. Daniel Gafford und Walter Clayton Jr. erzielten jeweils 20 Punkte. Die Mavs mussten ohne Kyrie Irving auskommen und kassierten nach drei Siegen in Serie wieder eine Niederlage.
kon