08.05.2025
Curry verletzte sich im zweiten Viertel
Nach der intensiven Auftaktpartie der Western Conference Semifinals zwischen Minnesota und Golden State wächst auf beiden Seiten der Unmut über die Schiedsrichter. Während die Timberwolves sich über den Umgang mit Rudy Gobert beschweren, bemängeln die Warriors die ausbleibenden Pfiffe gegen die Defense an Stephen Curry.

Die Golden State Warriors gewannen Spiel 1 der Western Conference Semifinals mit 99:88 in Minnesota - doch das Ergebnis war nur ein Teil der Geschichte. Sowohl Warriors-Coach Steve Kerr als auch Timberwolves-Coach Chris Finch äußerten im Anschluss massive Kritik an der Spielleitung. Beide Teams werfen der Gegenseite übermäßige physische Härte vor und wollen jeweils Videomaterial an die Liga senden.
Chris Finch sieht insbesondere Center Rudy Gobert unfair behandelt. "Sie foulen, schubsen, halten und tacklen Rudy beim Rebound", sagte der Timberwolves-Coach nach dem Training am Mittwoch. "Wir haben eine Menge dieser Szenen an die Liga geschickt." Gobert kam nach 24 Rebounds im letzten Spiel der ersten Runde diesmal nur auf elf. Besonders ärgerlich sei laut Finch eine Szene im zweiten Viertel gewesen, als Gobert für ein Foul gepfiffen wurde - obwohl er sich zuvor von einem Griff von Brandin Podziemski habe befreien müssen.
Auch Kerr machte seinen Unmut öffentlich - mit Blick auf Stephen Curry, der bereits im zweiten Viertel mit einer Zerrung am Oberschenkel ausschied und mindestens eine Woche ausfallen wird. Kerr verglich die Verteidigung der Timberwolves mit der der Houston Rockets aus der ersten Runde: "Sie haben sich an Steph geklammert und ihn gehalten, sie hätten in zehn Minuten sechs Fouls pfeifen können." Auch er kündigte an, Clips an die Liga weiterzuleiten.
Trotz der Beschwerden war das Verhältnis der Fouls (21 gegen Minnesota, 18 gegen Golden State) ausgeglichen. Die Wolves hatten mit 17 sogar mehr Freiwürfe als die Warriors (15). Doch der Ton auf dem Parkett war deutlich härter als in der regulären Saison - beide Teams scheinen sich darauf einzustellen, dass in dieser Serie Körperkontakt die Norm ist.
Das bestätigte auch Warriors-Guard Brandin Podziemski: "Es ist Playoff-Basketball. Was wir gegen die Rockets erlebt haben, hat sich auf uns übertragen." Und Timberwolves-Forward Jaden McDaniels machte klar, dass man sich auf keine Entschuldigungen verlassen wolle: "Wenn der Schiedsrichter nicht pfeift, ist es kein Foul. Dann müssen wir einfach härter spielen." Spiel 2 steigt am Freitag erneut in Minneapolis.
sgm