07.05.2025
Öffentliche Abreibung nach schwachem Spiel 1
Anthony Edwards hatte sich die Golden State Warriors gewünscht - geliefert hat er in Spiel 1 aber nicht. Nach der 88:99-Niederlage der Minnesota Timberwolves musste sich der Shooting Guard deutlicher Kritik von Coach Chris Finch und NBA-Legende Charles Barkley stellen.

Dabei hätte das Spiel einen anderen Verlauf nehmen können: Stephen Curry musste noch vor der Halbzeit mit einer Oberschenkelverletzung vom Feld, Golden State war sichtbar aus dem Rhythmus. Doch Minnesota konnte kein Kapital daraus schlagen. Das Team traf nur 39,5 Prozent aus dem Feld und versenkte miserable 17,2 Prozent seiner Dreier.
Auch Edwards wirkte über weite Strecken ideenlos. Zwar kam er auf 23 Punkte und 14 Rebounds bei 9/22 aus dem Feld, doch nur ein Punkt in der ersten Halbzeit und viele "leere" Punkte im letzten Viertel sorgten für Frust. In der entscheidenden Phase wirkte er zu passiv, nahm zu viele schwierige Würfe und entdeckte erst spät, dass er gegen die Warriors-Verteidigung viel einfacher zum Korb hätte ziehen können.
Head Coach Chris Finch war nach der Partie deutlich und sparte nicht mit Kritik an seinem Starspieler. "Du bist der Anführer des Teams. Du musst rausgehen und den Ton angeben", stellte Finch im Postgame-Interview klar.
Er ging sogar noch weiter und erklärte, dass Edwards’ Körpersprache negative Auswirkungen auf das gesamte Teamhatte: "Es beginnt mit Anthony. Man konnte sehen, wie das Licht für einen Moment ausging." Finch beklagte fehlende Energie.

Auch NBA-Analyst und Hall-of-Famer Charles Barkley meldete sich nach dem Spiel zu Wort und stellte sich demonstrativ hinter Finch. "Ich war beeindruckt von Coach Finch. Er hat Anthony zurecht zur Verantwortung gezogen", so Barkley bei Inside the NBA.
Der TV-Experte erinnerte daran, dass Edwards sich öffentlich das Duell mit den Warriors gewünscht hatte. Umso enttäuschter zeigte sich Barkley über die Leistung: "Er hat gesagt, er will den Smoke. Jetzt hat er ihn bekommen. Aber dann mit einem Punkt zur Halbzeit? Und ohne Energie? Das geht gar nicht. Du kannst nicht große Töne spucken und dann so abliefern. Ganz einfach."
Trotz allem: Edwards hat in seiner noch jungen Karriere mehrfach bewiesen, dass er auf Rückschläge stark reagieren kann. Dass er selten zwei schlechte Playoff-Spiele hintereinander liefert, macht den Timberwolves Hoffnung für Spiel 2.
kon