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Montag ist erster Schultag
Alexandra Wilke hat mit den DBB-Frauen das Halbfinale der Heim-WM erreicht. Nach dem überraschenden Sieg gegen Europameister Belgien wartet nun Frankreich - während für die Nationalspielerin eigentlich längst wieder der Schulalltag beginnen sollte.

Durch eine ZDF-Dokumentation wissen inzwischen viele Fans, dass Wilke neben ihrer Basketballkarriere als Lehrerin arbeitet. Beide Welten kann die 29-Jährige nach eigener Aussage gut voneinander trennen. "Wenn ich beim Basketball bin, denke ich nur ans Basketballspielen. Wenn ich in der Schule bin, dann eigentlich nur an die Schule", erklärte die MVP der vergangenen DBBL-Saison.
Ganz ausblenden lässt sich die Heim-WM im Schulalltag allerdings nicht. Wilke erhält zahlreiche Nachrichten von Schülerinnen und Kollegen, die den Turnierverlauf verfolgen. "Klar werde ich natürlich auch von Schülerinnen und Kollegen angesprochen. Ich kriege ganz viele Nachrichten, die verfolgen das", berichtete sie.
Eigentlich hätte Wilke bereits am Freitag an ihrer ersten schulischen Konferenz teilnehmen sollen. Bei ihr seien derzeit noch Sommerferien, die Vorbereitungen auf das neue Schuljahr hätten jedoch bereits begonnen. Für den historischen WM-Lauf erhielt sie eine Sondergenehmigung: "Das ist okay, die darf ich verpassen."
Möglicherweise muss die Schule sogar noch etwas länger auf Wilke warten. Sollte Deutschland im Halbfinale Frankreich bezwingen und ins Endspiel einziehen, würde sich ihre Rückkehr weiter verzögern. "Am Montag würde eigentlich die Schule wieder losgehen. Mir wurde aber schon gesagt: Wenn wir im Finale stehen, sprechen wir noch einmal über Montag", erzählte sie und fügte entspannt hinzu: "Von daher ist das alles geregelt."
Wilke überzeugte beim Sieg gegen Belgien mit zehn Punkten und drei Assists. Damit gehörte die Aufbauspielerin zu gleich sechs deutschen Spielerinnen, die zweistellig scorten. Am Samstag trifft die deutsche Mannschaft um 16.30 Uhr auf Titelanwärter Frankreich.
sgm