vor 22 Stunden
Zweite Saison in der EuroLeague
Hapoel Tel Aviv spielt erst seine zweite Saison in der EuroLeague. Ofer Yannay, der Besitzer des Teams, hat in der näheren Zukunft dennoch Großes mit seinem Team vor.

Hapoel Tel Aviv absolviert gerade einmal die zweite Spielzeit in der EuroLeague. Der Besitzer des Teams, Ofer Yannay, will jedoch weiter hoch hinaus. Im Interview mit dem griechischen Portal Sportal sprach der 51-Jährige über seine Vorhaben in naher Zukunft mit dem israelischen Powerhouse.
Eine große Frage sei, was mit Tyler Dorsey passiere. Der Guard von Olympiakos Piräus ist derzeit nach seinem Instagram-Eklat für einen Monat suspendiert worden. Yannay sagte: "Es gibt tatsächlich eine gute Chance, dass wir ihn zu Hapoel holen". Vor allem sieht er bei Dorseys aktuellem Arbeitgeber die Gefahr einer komplizierten Situation im Sommer, sofern man nicht den Vertrag verlängere. Aufgrund seines griechischen Passes sei der Guard für andere Topteams wie Panathinaikos Athen oder PAOK Thessaloniki ebenso wertvoll.
"Das Albtraum-Szenario für die Angelopoulos-Brüder (Besitzer von Olympiakos) ist, ohne eine Verlängerung mit Dorsey in den Sommer zu gehen". Dann würde "ein Kampf, ein Wettbieten" um die Dienste von Dorsey entstehen, so Yannay. Eine gute Alternative sei daher aus seiner Sicht, Dorsey jetzt für einen Buy-out abzugeben, anstatt ihn im Sommer zum Nulltarif zu verlieren.
Dabei würden die Israelis jedoch erst mit dem griechischen Verein verhandeln, anstatt - wie Dubai Basketball in der Causa um Thomas Walkup - direkt mit dem Spieler zu sprechen. "Wir wollen den Verein nicht respektlos behandeln. Wir wissen selbst, wie es ist, respektlos behandelt zu werden". Weiter sagte Yannay: "Wenn der Klub (Olympiakos) bereit ist, die Möglichkeit auszutesten, wären wir glücklich, diese zu nutzen".

Eine weitere ungewöhnliche Idee des Besitzers steht bereits seit einiger Zeit im Raum. Im Sommer gab es Berichte darüber, Yannay habe Ex-NBA-Star und Hall-of-Famer Dennis Rodman 100.000 Dollar für ein Rebound-Training mit Hapoel geboten. Eigentlich wollte der Hapoel-Boss dieses Sonder-Training schon vor Saisonstart abhalten. Rodman habe jedoch Schwierigkeiten mit seinem Pass gehabt, sodass das Vorhaben verschoben werden musste.
Generell sei diese Art des Trainings eine Besonderheit. "Er bietet keine Sessions an. Wir hatten also ein langes Gespräch mit seinem Agenten", so der Hapoel-Besitzer über die Verhandlungen. "In einigen Monaten" sei es jedoch möglich, dass Rodman tatsächlich zu Hapoels Training stößt.
Ein Thema, das neben Hapoel auch den Stadtrivalen Maccabi Tel Aviv beschäftigt, ist die Frage nach einer Rückkehr nach Israel für EuroLeague-Heimspiele. Aufgrund der Sicherheitslage trägt Hapoel diese aktuell weiterhin in der bulgarischen Hauptstadt Sofia aus. Laut Yannay sei ein Zeitpunkt rund um den Jahreswechsel jedoch ein realistisches Szenario zur Rückkehr.
Die Israelis stehen unterdessen mit sechs Siegen aus den ersten neun Partien auf Platz sechs der EuroLeague. Dieser würde am Ende der regulären Saison wie schon in der Vorsaison den direkten Einzug in die Playoffs bedeuten.
jsc