vor 2 Stunden
Wirbel um Manipulationsskandal
Panathinaikos-Besitzer Dimitris Giannakopoulos droht neuer Ärger mit der EuroLeague. Wegen seiner Aktivitäten in den sozialen Medien wurde ein separates Disziplinarverfahren gegen den umstrittenen Klubchef eingeleitet.

Auslöser ist eine offizielle Beschwerde von Olympiakos Piräus. Giannakopoulos soll auf Instagram Banner und Fangesänge weiterverbreitet haben, die beim EuroLeague-Heimspiel von Panathinaikos gegen Baskonia am 22. Oktober zu sehen und zu hören waren.
Die Inhalte stellten nach Ansicht von Olympiakos eine Verbindung zwischen dem Klub, Trainer Georgios Bartzokas und einer laufenden Untersuchung wegen mutmaßlich manipulierter Basketballspiele in Griechenland her. Auf einem Banner war unter anderem von "gekauften Spielen" und "schmutzigem Geld" die Rede. Zudem richteten sich beleidigende Gesänge gegen Bartzokas.
Panathinaikos war wegen der Vorfälle im Telekom Center Athens bereits am 29. Oktober von der EuroLeague mit einer Geldstrafe belegt worden. Deren genaue Höhe wurde nicht bekannt gegeben. Olympiakos argumentiert nun, Giannakopoulos habe die beanstandeten Inhalte durch das Teilen mit seiner großen Reichweite zusätzlich verbreitet und bekräftigt.
Panathinaikos reagierte mit einer scharfen Stellungnahme und warf dem Rivalen vor, zur aktuellen Affäre im griechischen Basketball zu schweigen. Olympiakos versuche stattdessen, mit "lächerlichen Anschuldigungen" einzelne Personen zu beschädigen, während der Klub andere Entwicklungen rund um die Ermittlungen ignoriere.
Welche Konsequenzen Giannakopoulos drohen, ist bislang offen. Zunächst muss das Disziplinarverfahren klären, ob der Panathinaikos-Besitzer mit seinen Beiträgen gegen die Regularien der EuroLeague verstoßen hat.
sgm