08.02.2026
Klamme Kassen im Fürstentum
Die AS Monaco kommt nicht zur Ruhe. Laut französischen Medien stand vor der Partie in Chalon ein weiterer Streik im Raum, dieser konnte letztlich aber dank Hilfe der französischen Liga verhindert werden.

Wie Nice Matin meldete, wollte einige Spieler Monacos im Ligaspiel bei Chalon nicht antreten, da weiterhin Teile der Gehälter nicht bezahlt wurden. Laut L’Equipe konnte der Streik erst durch ein Gespräch zwischen monegassischen Regierungsvertretern sowie Star-Guard Mike James abgewendet werden.
Schon seit Wochen rumort es in Monaco aufgrund nicht gezahlter Gehälter. Auch Coach Vassilis Spanoulis machte seinem Unmut Luft und beschwerte sich über den Mini-Kader sowie die derzeitigen Turbulenzen im Verein. Präsident Alexey Fedorychev soll das Geld fehlen, sodass der Verein bald übergangsweise vom Fürstentum selbst geführt werden soll. Die Suche nach neuen Besitzern läuft bereits.
Die Monegassen wurden von der französischen Liga bereits dafür bestraft, dass teilweise Rechnungen an Berater nicht gezahlt wurden. Die Folge war eine Transfersperre, weswegen unter anderem Point Guard Cory Joseph nicht nachverpflichtet werden konnte. Mehrere Wochen war der Spielmacher nur Zuschauer, inzwischen hat er einen Vertrag bei Olympiakos Piräus unterschrieben.
Um dem Verein unter die Arme zu greifen, hat auch die Liga reagiert. Laut L’Equipe wurde eine halbe Million Euro an die Spielergewerkschaft überwiesen, welche das Geld an die Spieler der AS Monaco verteilte.
"Die Spieler sind Opfer der Situation und die Liga hat die Verpflichtung, sich ihnen gegenüber solidarisch zu zeigen, um die Meisterschaft fair fortführen zu können", sagte ein Sprecher der Liga gegenüber L’Equipe.
Monaco führt die Liga mit nur zwei Niederlagen an, in der EuroLeague kassierte das Team um Nationalspieler Daniel Theis aber fünf Pleiten in Serie und stehen nach dem Einzug ins Finale im Vorjahr derzeit nur auf Rang zehn.
rar