20.03.2026
Topverdiener am College
AJ Dybantsa lieferte zum Abschluss seiner College-Saison noch einmal eine Gala ab. Doch trotz 35 Punkten und Millionen-Einnahmen durch NIL-Deals endet sein March Madness früh.

Beim 71:79 gegen Texas in der ersten Runde kam der BYU-Freshman auf 35 Punkte und zehn Rebounds, so viele Zähler hatte zuvor noch kein Freshman bei seinem NCAA-Tournament-Debüt erzielt. Am Ende überwog dennoch die Enttäuschung: "Ich liebe diesen Ort. Ich bin glücklich, dass ich mich dafür entschieden habe", sagte Dybantsa. "Aber es ist schwer, mit so etwas umzugehen."
Über die gesamte Partie hinweg war der Top-Prospect offensiv kaum zu stoppen. Dybantsa, der im vergangenen Sommer mit Team USA Deutschland im Finale der U19-WM bezwang und dabei zum MVP des Turniers gewählt wurde, spielte die kompletten 40 Minuten, traf alle zwölf Freiwürfe und dominierte vor allem in der ersten Hälfte. Selbst Texas fand defensiv kaum Lösungen. "Wir wissen, dass er scoren kann wie kaum ein anderer Spieler", erklärte Coach Sean Miller - verhindern konnte er die Gala dennoch nicht.
Die Partie war ein weiterer Beleg für Dybantsas außergewöhnliche Saison. Mit 25,3 Punkten pro Spiel führte der 19-jährige die Nation als Scorer an und etablierte sich als einer der heißesten Kandidaten für die Top-Picks im kommenden NBA Draft. Konstanz, Athletik und Shot-Creation im Eins-gegen-eins - Dybantsa brachte in diesem Jahr nahezu alles mit, was NBA-Teams suchen.
Auch abseits des Courts gehörte der Freshman bereits zu den größten Namen im College Basketball. Sein NIL-Paket wird auf rund sieben Millionen US-Dollar geschätzt, womit er zu den bestbezahlten College-Spielern zählt. Rund fünf Millionen soll er allein von BYU erhalten haben, dazu kommen weitere Deals, unter anderem mit Nike und Red Bull. Dabei betont Dybantsa, dass es ihm nicht nur ums Geld geht und er nicht jeder Marke zusagt: "Wir nehmen uns bei diesen Deals Zeit. Es geht nicht nur um die Marke, sondern darum, wer dahintersteht."
Wie es für ihn nun weitergeht, ist noch offen. Eine Entscheidung über seine Zukunft will Dybantsa in den kommenden Wochen treffen - gemeinsam mit seiner Familie. "Ich werde mit meiner Familie sprechen - vor allem mit meiner Mutter", sagte er. "Sie ist so etwas wie der Boss." Trotz eines Interviews zuletzt, in dem er ein mögliches weiteres Jahr am College andeutete, spricht derzeit vieles dafür, dass der nächste Schritt bereits feststeht: Richtung NBA.
sgm