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13.03.2026
Das Rennen um den Naismith Award
March Madness steht vor der Tür: Das Power Ranking für den College Player of the Year

Mit Anderson und Steinbach: Das Ranking für College Player of the Year
Die Conference-Turniere und March Madness stehen vor der Tür. Zeit also für einen Blick auf die heißesten Kandidaten im Rennen um den College-Spieler des Jahres - inklusive deutscher Beteiligung.
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Die Facts
Der Gewinner des Naismith Awards wird traditionell Anfang April verkündet - noch bevor das Final Four beginnt. In der Regel geht die Auszeichnung an Stars aus Topteams, weshalb neben individuellen Zahlen auch die Team-Bilanz eine entscheidende Rolle im Voting spielt.
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Honorable Mention: Hannes Steinbach (Washington)
Steinbach gehört in dieser Saison individuell zu den auffälligsten Spielern, verpasst das Ranking aber knapp. Mit 18,6 Punkten, 11,6 Rebounds sowie 1,1 Blocks und 1,1 Steals pro Spiel kombiniert er hohe Produktivität mit starker Effizienz (58,6 % FG). Defensiv ist Steinbach durch seine Länge und Athletik extrem vielseitig, kann physisch in Korbnähe bestehen und dank seiner Schnelligkeit auch am Perimeter verteidigen. Dass er nur als Honorable Mention geführt wird, liegt vor allem an der Teamleistung der Washington Huskies aus der Big Ten, die bislang nicht das Niveau eines echten Topteams erreicht.
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Platz 15: Labaron Philon Jr. (Alabama)
Ein echter Bucket-Getter: Mit 21,5 Punkten und 4,8 Assists pro Spiel bei über 50 Prozent aus dem Feld (40 % Dreier) ist der Sophomore einer der gefährlichsten Scorer im College. Bereits neunmal kam der 1,93 Meter große Guard in einem Spiel auf mehr als 25 Punkte, sein Season-High erzielte er gegen Mississippi State, als er 32 auflegte.
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Platz 14: Brayden Burries (Arizona)
Der Freshman überzeugt bei den Wildcats als konstanter Two-Way-Guard. Als athletischer Three-Level-Scorer (Dreier, Mid-Range, Zug zum Korb) ist er durch Physis, Aggressivität und Kreativität effektiv. Der kompakte Guard setzt sich auch unter dem Korb trotz Kontakt mit Körper und Toughness durch, trifft zugleich aber auch den Dreier solide (37 %). Neben seiner Physis kann er defensiv vor allem dank seines Spielverständnisses die Positionen 1 bis 3 verteidigen. Offensiv ist er als sekundärer Ballhandler am effektivsten, kann aber je nach Situation auch als Playmaker übernehmen.
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Platz 13: Jeremy Fears Jr. (Michigan State)
Fears spielt genau so, wie sein Name es andeutet: ohne Angst. Der kreative Spielmacher ist in seiner Redshirt-Sophomore-Saison der klare Dirigent bei Michigan State, das aktuell auf Rang 15 der Nation steht. Mit 9,1 Assists pro Spiel führt der 1,88 Meter große Guard Division I in Assists an. Er organisiert die Spartan-Offense mit Tempo, Mut und effektiven Reads, attackiert enge Fenster und bringt Mitspieler konstant in Vorteilssituationen. Auch wenn sein Wurf noch nicht konstant fällt, gleicht Fears das mit Kreativität, Rim-Pressure und Spielintelligenz aus.
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Platz 12: Darryn Peterson (Kansas)
Peterson ist bei Kansas trotz einer verletzungsgeprägten Saison der Name, der sofort ins Auge fällt. Der 1,98 Meter große Guard kam als Nummer-1-Rekrut der Highschool-Class 2025 aufs College - noch vor Cameron Boozer. Bisher stand er nur in 20 der 31 Spiele auf dem Parkett, liefert dort aber 19,9 Punkte und 4,2 Rebounds pro Partie. Peterson gilt als wahrscheinlicher Nr.-1-Pick im Draft und mit einem größeren Sample wäre er im Ranking sehr wahrscheinlich in der Top-3.
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Platz 11: Caleb Wilson (North Carolina)
Leider hat sich der vielseitige 19-Jährige kürzlich den Daumen gebrochen und wird für das NCAA-Turnier fehlen. Trotzdem ist Wilson als Freshman bei North Carolina ein zentraler Grund, warum die Tar Heels als Top-25-Team (aktuell auf Rang 17) konstant oben dabei sind. Der 2,08 Meter große Forward liefert 19,8 Punkte und 9,4 Rebounds pro Spiel und trifft dabei starke 57,8 Prozent aus dem Feld. Dazu kommt defensiver Impact mit 1,4 Blocks und 1,5 Steals pro Partie. Der Youngster wird als Top-5-Pick prognostiziert.
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Platz 10: Keaton Wagler (Illinois)
Der erst 19-jährige Freshman Wagler (1,98 Meter) entwickelt sich bei Illinois zu einem der spannendsten Guards im College-Basketball. Mit 18,1 Punkten, 5,0 Rebounds und 4,3 Assists (42 % Dreier) liefert er konstant auf hohem Niveau - im Topspiel gegen Purdue explodierte er sogar für 46 Punkte und traf 9/11 Dreier. Als kreativer Ballhandler mit flüssigem Wurf kann er aus dem Dribbling scoren, kann von überall abdrücken und ist besonders in der Midrange brandgefährlich. Zudem übernimmt er phasenweise Point-Guard-Aufgaben und initiiert die Offense. Physisch kann er noch zulegen, spielt aber bereits mit viel Toughness.
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Platz 9: Kingston Flemings (Houston)
Flemings ist als 19-jähriger Freshman sofort eine Schlüsselfigur beim zweitbestgerankten Houston und passt perfekt in den defensiv geprägten Stil von Coach-Legende Kelvin Sampson. Der athletische Guard (1,93 Meter) liefert in einem Top-3-Team 16,5 Punkte und 5,4 Assists pro Spiel. Besonders im Pick-and-Roll liest Flemings Defenses bereits sehr reif, kreiert Würfe für sich und andere und bleibt auch abseits des Balls effektiv, wenn Houston ihn nicht als primären Initiator braucht. Highlight seiner bisherigen Saison war die Gala-Leistung gegen Texas Tech: 42 Punkte und sechs Assists. Mit 1,5 Steals pro Partie bringt er zusätzlich genau die defensive Aktivität mit, die das Profil der Cougars ausmacht.
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Platz 8: Yaxel Lendeborg (Michigan)
Lendeborg ist in dieser Saison der klare Anführer der Michigan Wolverines und prägt den Auftritt der drittgerankten Mannschaft der Nation. Der erfahrene Forward verbindet Physis mit Spielintelligenz und liefert konstant Impact auf beiden Seiten des Feldes. Viel weniger Highlight-getrieben, dafür umso wertvoller als konstanter Fixpunkt eines Topteams. In seiner Junior-Saison legt er starke Allrounder-Zahlen auf: 14,7 Punkte, 7,2 Rebounds, 3,2 Assists, 1,4 Blocks und 1,2 Steals pro Spiel.
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Platz 7: Christian Anderson Jr. (Texas Tech)
Anderson Jr. ist in seiner Sophomore-Saison der klare Taktgeber von Texas Tech (Nr. 10) und einer der spannendsten Guards im College-Basketball (19,2 PTS, 7,8 AST). Der deutsche Aufbauspieler dirigiert die Offense der Red Raiders als primärer Ballhandler mit Übersicht, Spielwitz und hohem Skill-Level, dazu kommt ein stabiler Wurf aus der Distanz (42,7 % von draußen). Mit inzwischen mehr Physis und weiterem körperlichem Entwicklungspotenzial übernimmt Anderson immer mehr Verantwortung, vor allem nachdem Star-Forward JT Toppin sein Kreuzband gerissen hat.
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Platz 6: Joshua Jefferson (Iowa State)
Jefferson ist als Senior der vielseitige Fixpunkt von Iowa State und ein wichtiger Grund, warum die Cyclones zu den Topteams der Nation gehören (6. in Top-25). Der 2,06 Meter große Forward bringt mit 16,6 Punkten, 7,4 Rebounds und vor allem 5,0 Assists pro Spiel ein seltenes Paket mit - ein Forward, der als Spielmacher agieren und das Tempo mitbestimmen kann. Mit seiner Mischung aus Größe, Übersicht und Vielseitigkeit ist Jefferson der Typ Connector, der ein Spitzenteam auf beiden Seiten des Feldes zusammenhält.
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Platz 5: JT Toppin (Texas Tech)
Toppin war in dieser Saison der ideale Komplementärspieler zu Christian Anderson und ein zentraler Faktor in der Offense von Texas Tech, wird nach seinem Kreuzbandriss jedoch den Rest der Saison verpassen. Als intelligenter Lefty und bevorzugter Pick-and-Roll-Partner lebte er von Timing, Einsatz und Positioning statt von roher Physis. Mit 21,8 Punkten und 10,8 Rebounds pro Spiel verkörperte Toppin das arbeitende Element im "One-Two-Punch" der Red Raiders - das konstante Finish zur Guard-Creation von Anderson. Sein Ausfall reißt deshalb eine enorme Lücke.
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Platz 4: Braden Smith (Purdue)
Smith ist der Floor General von Purdue (Nr. 7 in Top-25) und zählt zu den besten Spielmachern in der College-Basketball-Geschichte. Der Guard legt 8,7 Assists pro Partie auf - der zweithöchste Wert in Division I - und hat bereits früh in der Saison den All-Time-Assist-Rekord der Big Ten gebrochen. Auffällig: Aus der Highschool kam Smith nicht einmal als Top-150-Recruit. Mit Tempowechseln, Übersicht und Konstanz organisiert er den Angriff und ist ein zentraler Grund, warum Purdue als Top-Team gehandelt wird. Mit 15 Punkten pro Spiel ist der 1,83 m große Guard zudem vor allem in der Crunchtime der Go-to-Scorer der Boilermakers.
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Platz 3: Darius Acuff Jr. (Arkansas)
Der 19-Jährige ist bei Arkansas der Taktgeber - und liefert mit 22 Punkten und 6,4 Assists pro Spiel (49,3% FG, 43,7% Dreier) konstant ab. Acuff kontrolliert das Tempo mit außergewöhnlichem Gefühl und vermutlich dem besten Ballhandling seines Jahrgangs: Er bringt Verteidiger aus dem Gleichgewicht, kommt mit beiden Händen in die Zone und kreiert als Shotmaker über Side-Steps und Step-Backs seine Würfe. Er ist kein Above-the-Rim-Guard, finisht aber effizient mit Touch gegen Länge.
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Platz 2: AJ Dybantsa (BYU)
Mit 24,7 Punkten pro Spiel bei 51,2 Prozent aus dem Feld zeigt er sich als vielseitiger Scorer, der bereits jetzt vor allem im Eins-gegen-eins klares NBA-Potenzial erkennen lässt. Seine Offense ist geprägt von reifen, "NBA-ready" Moves, gepaart mit Playmaking (3,8 Assists) und Präsenz am Brett (6,7 Rebounds). Als ernsthafter Kandidat auf den National Player of the Year gilt der Freshman auch als möglicher Top-Pick im kommenden Draft.
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Platz 1: Cameron Boozer (Duke)
Der wohl konstant produktivste Spieler im College-Basketball. Boozer, Sohn von Ex-NBA-Spieler Carlos Boozer, ist bei Duke der Go-to-Guy im Topteam der Nation. Der 2,06 Meter große und 114 Kilogramm schwere Forward verbindet Physis mit Skill und liefert 22,7 Punkte sowie 10,2 Rebounds pro Spiel. Dazu kommt Playmaking (4,0 Assists) und solide Effizienz aus dem Feld (58,3 %). Ein echtes Kraftpaket mit vielseitigem Skillset, das auf mehreren Wegen scoren kann.
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