08.08.2024
Frankreich dreht im Halbfinale den Spieß um
Wie schon vor drei Jahren in Tokio steht Frankreich im Finale bei Olympia. Mega-Talent Victor Wembanyama offenbarte nach dem Spiel, dass das Spiel aus der Gruppenphase gegen Deutschland für ordentlich Extra-Motivation sorgte.

Mit 73:69 setzten sich die Franzosen im Halbfinale gegen die DBB-Auswahl durch, für Wembanyama war es das Highlight seiner noch jungen Karriere. "Das ist es, warum du Basketball spielst", sagte der 20-Jährige nach der Partie, der mit elf Punkten (4/17 FG), sieben Rebounds und drei Blocks Licht und Schatten zeigte.
Noch vor wenigen Tagen hatte Deutschland Frankreich in der Gruppenphase mit 85:71 bezwungen, ein Schlüsselmoment für dieses Team. "Wir haben danach zu uns gefunden. Wir haben unsere Fähigkeiten besser eingesetzt und vor allem einfache Fehler vermieden. Ich finde, das ist in einem Turnier ganz normal."
Der Center gab aber auch an, dass das Verhalten der Deutschen am vergangenen Freitag im Gedächtnis geblieben sei. "Ich weiß noch, wie sie über uns gelacht haben und wie einfach es für sie war. Das hat uns angetrieben, in diesem Spiel alles rauszuhauen, was wir haben."
Auch Kollege Matthias Lessort stieß in eine ähnliche Kerbe: "Wir wollten nicht noch einmal die Opfer sein. Unser Start war zwar schlecht, aber wir haben weiter an uns geglaubt und unser Schicksal in die eigenen Hände gelegt."
Ein besonderes Lob verteilte Lessort an seinen Head Coach Vincent Collet, der auf die gleiche Starting Five wie gegen Kanada vertraute. "Seine Adjustments waren großartig, er hat das unglaublich gut gemacht." Seit 2011 haben die Franzosen unter Collet nun neun Turniere gespielt, siebenmal gab es eine Medaille. Nun kommt auf jeden Fall eine Achte hinzu, mit Collet ist es bereits das fünfte Finale bei einem großen Turnier, allerdings gab es nur bei der EuroBasket 2013 in Slowenien Gold.
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