06.03.2026
BBL, 22. Spieltag - Roundup
Ratiopharm Ulm hat einer starken Defensivleistung gegen Ludwigsburg seine Formstärke bestätigt. Indes hat Vechta einen beeindruckenden Sieg im Kellerduell mit Jena gefeiert. Zudem erzielte Rostock überragende 118 Punkte.

Während der Länderspiele gegen Kroatien schien die Offensivrolle von Chris Sengfelder eher reduziert. Zurück in Ulm stellte der Forward seine Fähigkeiten am Gegnerkorb nun wieder unter Beweis. Insgesamt 24 Punkte erzielte der Nationalspieler, traf 8/13 Würfen und war damit bester Werfer des Spiels.
Im Schwaben-Duell mit Ludwigsburg profitierte Ulm vor allem von seiner starken Defensive in der Zone. Lediglich acht Abschlüsse (von 26, 30,8%) der Gäste aus dem Zweierbereich waren erfolgreich. Mehr Glück hatte das Team von Trainer Mikko Riipinen aus der Distanz (15/35).
Noch vor Beginn der Partie hatten die Fitness First Würzburg Baskets die etwas überraschende vorzeitige Verlängerung von Trainer Sasa Filipovski bekanntgegeben. Die Euphorie schien der Klub gleich mit ins Duell mit den Niners aus Chemnitz zu nehmen.
Besonders das Guard-Duo aus Davion Mintz und Marcus Carr spielte sich dabei mal wieder in den Vordergrund. Beide kamen zusammen auf 48 Punkte. Chemnitz machte hingegen die eigene Wurfquote zu schaffen. Lediglich ein Viertel der Dreier zappelte im Netz; 24 Fehlwürfe standen zu Buche.

Mit einem 13:0-Lauf war Jena ins wichtige Auswärtsspiel in Vechta gestartet. Danach wendete sich das Blatt jedoch schnell in die andere Richtung. Noch im Eingangsviertel zogen die Hausherren vorbei und machten in der Folge kurzen Prozess. Mit dem finalen Abschluss vor der Halbzeitpause stellte Neuzugang Malik Parsons per Dunking auf +10 (53:43).
Nach dem Seitenwechsel setzte sich der Lauf weiter fort. Bei Jena ging jetzt offensiv - mit Ausnahme weniger Einzelaktionen - kaum noch etwas. Vechta hingegen spielte sich richtig in einen Rausch und zeigte teils entfesselten Offensivbasketball. Letztlich erreichte man sogar, auch dank der 22 Punkte von Verge Jr., die Marke von 100 Zählern.
Vechta feiert damit gleich in doppelter Hinsicht einen wichtigen Sieg im Abstiegskampf. Nicht nur zieht man an Jena vorbei, auch gewinnen die Niedersachsen dank des hohen Sieges das direkte Duell. Mit Blick auf den weiteren Saisonverlauf könnte das durchaus nochmal wichtig werden.
Die Rostock Seawolves haben Aufsteiger Gladiators Trier dank einer offensiv brillanten Leistung an die Wand gespielt. Insgesamt 118 Punkte erzielten die Hanseaten, davon allein 61 in der ersten Hälfte. In Crockett Jr. (19), Kolenda (18), van Vilet, Nicholson, Schwartz (je 17) und Klassen (15) waren gleich sechs Akteure in zweistelligen Punkten.
Nach umkämpftem Eingangsviertel übernahmen die Hausherren im zweiten Durchgang die Kontrolle und distanzierten den Gegner schnell auf mehr als 20 Zähler. Diesen Vorsprung verteidigte man bis zum Schluss.
Die starke Offensivleistung der Rostocker, die satte 16 Dreier (von 40) verwandelten, täuscht ein wenig darüber hinweg, dass auch Trier keinen schlechten Tag erwischte. Lediglich die vielen Ballverluste (15) und einige abgegebene Offensivrebounds dürfte sich die Mannschaft von Trainer Jacques Schneider ankreiden lassen.
jos