06.03.2026
BBL, 22. Spieltag - Roundup
Am heutigen Freitag des 22. Spieltages werden gleich acht Spiele auf einmal ausgetragen. Nur die Bayern (und deren Gegner Hamburg) sind aufgrund ihrer EuroLeague-Verpflichtungen nicht im Einsatz.

Die EWE Baskets Oldenburg haben das offensive Spektakel gegen die Telekom Baskets Bonn letztlich für sich entschieden. Dabei waren beide Klubs lange auf Augenhöhe; erst im Schlussviertel gelang es den Niedersachsen, sich etwas abzusetzen. Dafür mitverantwortlich war das starke Scoring. In Clemons (24), Tischler (21) und Fobbs (20) erzielten gleich drei Gelbe mindestens 20 Zähler. Dazu ging mehr als jeder zweite Wurf von Downtown durch die Reuse (14/27).
Bonn ging das offensive Schritttempo lange gut mit und schnupperte in der Schlussphase sogar nochmal am Comeback. In der Schlussminute erzielte Jalen Finch (20, 8/10) satte neun Punkte. Wirklich gefährlich wurde die Aufholjagd den Gastgebern allerdings nie. Bester Werfer der Gäste war letztlich Grayson Murphy mit 21 Punkten (7/13).

Die Basketball Löwen Braunschweig konnten den Schwung vom Befreiungsschlag vor der Länderspielpause nicht mitnehmen. Dabei war den Niedersachsen beim frischgebackenen Pokalsieger Bamberg der deutliche bessere Start gelungen. Angeführt von Neuzugang Kaza Kajami-Keane, der auf Anhieb zum Topscorer avancierte (18 PTS, 6/10) rannten die Gäste zunächst auf 20:5 davon. Den Vorsprung verteidigte das Team von Neu-Trainer Ramon Diaz bis zur Pause eifrig.
Nach dem Seitenwechsel erfolgte allerdings der Einbruch. Ein schneller 10:0-Lauf drehte das Spiel auf den Kopf und brachte den Hausherren die erste Führung seit den Anfangsminuten ein. Danach war es lange ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Erst in den Schlussminuten verschaffte der starke Ibi Watson (17 PTS, 7 REB) mit zwei Dreiern seinen Hausherren etwas Luft. Braunschweig ging hingegen die Puste aus.
Topscorer der Bamberger war Pokal-Held Demarcus Demonia mit 20 Punkten und acht Rebounds.
Die Entlassung vom langjährigen Erfolgstrainer Danny Jansson sollte bei den akut abstiegsbedrohten Heidelbergern für frischen Wind sorgen. Nach wenigen Minuten war der "Trainereffekt" aber bereits wieder verpufft. Auch Nachfolger Carlo Finetti vermochte in seinen ersten Wochen als Chef an der Bank nicht die lahmende Offensive zu verbessern.
In keinem Viertel erzielten die Gastgeber mehr als 16 Punkte. In Ryan Mikesell war lediglich ein Spieler zweistellig unterwegs (10, 3/8). Alba hingegen zog seinen Stiefel gewohnt solide durch. Überragender Mann war Moses Wood, der 6/8 Dreier im Korb versenkte und mit 23 Punkten alle Spieler im Boxscore anführte.
Nach knapp zweistelligem Vorsprung zur Pause, blieb eine Reaktion der Heidelberger im Anschluss aus. Stattdessen wurde es danach noch richtig deutlich. Bis zu 37 Zähler betrug der Vorsprung. Jack Kayil überzeugte erneut in seiner Rolle als Ballverteiler (8/6/5).
Der Syntainics MBC muss weiter auf den Befreiungsschlag im Abstiegskampf warten. Gegen Frankfurt kassierten die Weißenfelser bereits die zwölfte Niederlage am Stück. Seit Mitte Dezember wartet man nun auf ein Erfolgserlebnis in der Bundesliga.
Dabei genügte es auch nicht, dass Guard Khyri Thomas mit 31 Punkten (11/21, 26 EF) einen Sahnetag erwischte. Die Skyliners setzten sich bereits früh aufgrund ihres furiosen Shootings (13/23 Dreier) ab. Dazu hielt Nationalspieler Till Pape mit 23 Zählern auch nach Kräften dagegen.
Während Frankfurt den Rückstand auf die Top 10 damit weiter verkürzt, bleibt der MBC das formschwächste Team der Liga. Dass die Abstiegskonkurrenz aus Heidelberg und Braunschweig ebenso verlorm ist wohl die einzig positive Nachricht an diesem Abend.
jos