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    NBA

    vor 2 Stunden

    Lakers finden keine Lösung

    Selbst ohne MVP-Magie: Was diese Thunder unaufhaltsam wirken lässt

    Die Oklahoma City Thunder marschieren weiter souverän durch die Playoffs. Trotz früher Foulprobleme von Shai Gilgeous-Alexander kontrollierte OKC auch Spiel zwei gegen die Los Angeles Lakers.

    Die Oklahoma City Thunder jubeln um Jaylin Williams.
    Die Oklahoma City Thunder jubeln um Jaylin Williams. Alonzo Adams-Imagn Images

    Dabei verlief der Start aus Sicht der Oklahoma City Thunder alles andere als perfekt. Die Los Angeles Lakers spielten deutlich aggressiver als noch in Spiel eins, attackierten OKC körperlich und brachten das Spiel früh in ihre gewünschte Richtung.

    Vor allem Austin Reaves und LeBron James hielten L.A. offensiv im Spiel. Immer wieder attackierten die Lakers früh die Zone, dazu zwangen sie die Thunder phasenweise zu schwierigen Würfen im Halbfeld. Zur Pause führten die Gäste sogar knapp.

    Thunder-Coach Mark Daigneault sprach später selbst davon, dass seine Mannschaft "einen Punch einstecken" musste. Besonders die Physis der Lakers habe OKC im ersten Durchgang Probleme bereitet.

    SGA bleibt trotz Druck völlig ruhig

    Bemerkenswert war anschließend vor allem die Reaktion von Shai Gilgeous-Alexander. Der MVP spielte statistisch bislang keine dominante Serie, wird von den Lakers extrem aggressiv gedoppelt und kassierte in Spiel zwei zusätzlich früh vier Fouls.

    Doch hier zeigt sich aktuell eine große Stärke der Thunder. SGA erzwingt kaum etwas, statt schwierige Würfe zu nehmen, liest er die Defense ruhig aus und bewegt den Ball schnell weiter.

    Daigneault lobte seinen Superstar deshalb ausdrücklich. Der Guard sei "unerschütterlich" und reagiere auf defensive Anpassungen "genauso wie immer". Gerade das schnelle Herausspielen aus den Doppelteams öffne vielen anderen Spielern Räume. Tatsächlich wirkte OKC selbst in den Minuten ohne seinen MVP erstaunlich stabil.

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    Holmgren wird immer mehr zum zweiten Franchise-Star

    Der eigentliche Unterschiedsspieler war diesmal aber wieder Chet Holmgren. Der Big Man entwickelt sich spätestens in dieser Serie endgültig zum zweiten Gesicht der Franchise neben SGA.

    22 Punkte, neun Rebounds, vier Steals und zwei Blocks spiegeln nur teilweise wider, wie groß sein Einfluss tatsächlich war. Holmgren kontrollierte die Zone defensiv, switchte flexibel auf kleinere Spieler und bestrafte die Lakers offensiv konstant aus verschiedenen Situationen.

    Daigneault sprach nach dem Spiel sogar davon, dass Holmgren "nichts auf dem Feld nicht könne". Gerade unter Druck scheine er sogar noch besser zu werden.

    Chet Holmgren blockt LeBron James.
    Chet Holmgren blockt LeBron James. Alonzo Adams-Imagn Images

    OKCs Tiefe entscheidet die Serie bislang

    Vielleicht die wichtigste Erkenntnis der ersten beiden Spiele: Oklahoma City ist inzwischen viel tiefer aufgestellt als noch in den vergangenen Jahren. Selbst ohne den verletzten All-Star Jalen Williams brach das Team offensiv nie ein. Ajay Mitchell lieferte starke Minuten als zusätzlicher Ballhandler, Rookie Jared McCain brachte von der Bank sofort Shooting und Tempo.

    Gerade McCain veränderte das Spiel im dritten Viertel massiv. Seine vier Dreier bestraften jede kleine Rotationsschwäche der Lakers. Gilgeous-Alexander sprach anschließend von einer "Next-Man-Up-Mentalität".

    Genau das macht diese Thunder momentan so schwer zu schlagen. Selbst wenn der MVP pausiert oder Probleme hat, bleibt die Struktur stabil. OKC findet konstant neue Lösungen.

    Lakers brauchen fast perfekte Spiele

    Für die Lakers wird die Aufgabe dadurch immer komplizierter. Ohne Luka Doncic müssen sie offensiv nahezu fehlerfrei agieren, um mit OKC mitzuhalten. Genau das gelingt bisher aber nicht. Der Titelverteidiger aus Oklahoma wirkt aktuell wie ein Team, das genau weiß, welche Antworten in einer langen Playoff-Serie nötig sind.

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    Lukas Hetterich

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