03.07.2025
Deutscher Big Man weiterhin Free Agent
Moritz Wagner ist weiterhin Free Agent. Der deutsche Big Man sprach in seinem Podcast, der kurz vor dem NBA Draft aufgezeichnet wurde, über seine Prioritäten und den Grund dafür, warum so viele Spieler in der NBA unglücklich sind.

Noch immer ist die Zukunft von Moritz Wagner in der NBA nicht geklärt und der deutsche Big Man hat es schon so kommen sehen. Am Mittwoch wurde die neue Folge seines Podcasts "Kannst du so nicht sagen" veröffentlicht, es ist ein Gespräch mit DBB-Fitnesstrainer Arne Greskowiak, welches um den NBA Draft aufgenommen wurde.
"Es ist nicht einfach", sagte Wagner da zu seiner Situation, erklärte dabei aber auch seine Prioritäten. "Ich schätze die Situation in Orlando mit Franz so sehr, dass der finanzielle Aspekt für mich ein wenig in den Hintergrund gerückt ist", meinte der 28-Jähige. "Es ist wirklich ein Luxus, dass wir uns finanziell als Familie keine Sorgen mehr machen müssen."
Während Moritz Wagner in der vergangenen Saison elf Millionen Dollar einstrich, wird der jüngere Bruder nun der bestbezahlte deutsche Sportler aller Zeiten. Im vergangenen Jahr unterschrieb der Forward einen Fünfjahresvertrag über 224 Millionen Dollar, der mit dieser Spielzeit beginnt.
"Ich muss nicht jeden Dollar rauskratzen", sagte der ältere Bruder. "Die Situation in Orlando bedeutet mir sehr viel und wenn es geht, möchte ich das auch so beibehalten." Allerdings schränkte der Berliner ein, dass es eine Grenze gebe. Sollte ein Angebot von außerhalb zu gut sein, dann werde er dies auch nicht ablehnen.

Wagner sagte jedoch, dass ihm ein Interview von ESPN-Journalist Brian Windhorst die Augen geöffnet habe, als dieser davon sprach, dass es in der NBA viele "unglückliche Millionäre" geben würde. Deswegen müsse er abwägen, was für ihn das Beste sei. "Ich kann Millionen jagen, aber wenn ich nicht jeden Tag glücklich zum Training gehen und das genießen kann, dann spielen ein oder zwei Millionen Dollar mehr auch keine Rolle mehr."
Geld spiele oft keine Rolle, vielmehr sei es das eigene Ego und das Festhalten an einem Status, was für Unzufriedenheit sorgen würde. "Ich bin da auch drin gefangen, aber ich versuche immer wieder, dass ich mich davon nicht beeinflussen lasse."
Zuletzt arbeitete Wagner in Berlin intensiv an seinem Comeback nach dem Kreuzbandriss im Dezember, nach der Free Agency werde er dagegen erst einmal in den Urlaub fahren, bevor sich Wagner dann in Kalifornien auf die neue Saison vorbereiten wolle. Wo er dann spielt, das ist für den Moment noch nicht abzusehen.
rar