vor 9 Stunden
Warum zögert das Team?
Die Modernisierung des Moda Centers hat eine wichtige politische Hürde genommen. Trotz zugesagter Investitionen in Millionenhöhe ist die langfristige Zukunft der Portland Trail Blazers in der Stadt jedoch weiterhin nicht gesichert.

Der Stadtrat von Portland bewilligte am Mittwoch einen Beitrag von 120 Millionen Dollar für den Umbau der Arena. Zusammen mit den bereits zugesagten Mitteln von Bundesstaat und County stehen damit mehr als 573 Millionen Dollar für das Projekt bereit. Ausgezahlt wird das Geld allerdings nur, wenn die Trail Blazers einen neuen Mietvertrag über mindestens 20 Jahre unterschreiben.
Der aktuelle Vertrag der Franchise läuft noch bis zum 11. Oktober 2030. In den laufenden Verhandlungen herrscht vor allem Uneinigkeit darüber, wie stark sich das Team selbst an den Renovierungskosten beteiligen soll. Besitzer Tom Dundon vertritt dem Bericht zufolge den Standpunkt, dass die Blazers keinen eigenen Beitrag leisten sollten.
Zusätzlich sieht das von der Stadt beschlossene Modell jährliche Mietzahlungen von mehr als drei Millionen Dollar sowie weitere 275 Millionen Dollar für die Instandhaltung der städtischen Arena über die kommenden zwei Jahrzehnte vor. Eine entsprechende Vereinbarung bezeichneten Vertreter der Blazers zuletzt jedoch als "nicht verhandelbar". Auch eine Klausel, nach der das Team die Halle in einem erstklassigen Zustand halten muss, sorgt weiterhin für Streit.
Klubpräsident Dewayne Hankins bekräftigte nach der Abstimmung dennoch das Ziel, eine langfristige Lösung zu finden. Man wolle eine Vereinbarung erreichen, die der Franchise sportlichen und wirtschaftlichen Erfolg ermögliche und einen Verbleib in Portland für die kommenden Jahrzehnte sichere. Teile des Stadtrats äußerten allerdings erhebliche Zweifel an Dundons Absichten. "Ich habe genug von Tom Dundon gesehen, um zu wissen, dass er aktiv nach Möglichkeiten an anderen Standorten sucht", erklärte Stadtrat Dan Ryan. "Wir sprechen inzwischen nur noch mit NBA-Commissioner Adam Silver."
sgm