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    NBA

    vor 1 Tag

    Preview zu den Duellen 1 vs. 8

    Orlando ist nicht der klassische 8-Seed - Suns als Kanonenfutter?

    Die Orlando Magic und die Phoenix Suns haben sich die letzten zwei Playoff-Tickets gesichert und treffen als 8-Seed auf die Spitzenreiter Detroit Pistons und Oklahoma City Thunder. Doch haben die beiden Teams wirklich Chancen, oder sind sie nur Kanonenfutter für die Top Seeds auf dem Weg in die nächste Runde?

    Franz Wagner
    Franz Wagner hofft auf die Sensation gegen die Pistons. Getty Images

    Blicken wir zunächst einmal auf das Matchup zwischen den Phoenix Suns und den Oklahoma City Thunder. Hier scheinen die Vorzeichen nämlich sehr klar zu sein - und das nicht erst seit die Suns als 8-Seed feststehen. Bereits vor Beginn des Play-Ins war man sich eigentlich einig, dass der amtierende Champion ohne große Mühe durch die erste Runde fegen würde.

    Kein Team aus der Verlosung mit den gebeutelten Golden State Warriors, den Kawhi-lastigen Los Angeles Clippers, den unerfahrenen Portland Trail Blazers und dem Überraschungsteam aus Phoenix wird irgendjemandem in Oklahoma schlaflose Nächte bereitet haben. Rechnet man den letzten Spieltag raus, als die Thunder ohne ihre Starter gegen die Suns baden gingen, steht ihre Bilanz gegen die vier Teams über die Saison gesehen bei 14-2.

    Immerhin geht einer dieser zwei "echten" Siege auf das Konto der Suns: Anfang Januar erkämpfte Phoenix vor heimischem Publikum einen prestigeträchtigen 108:105-Sieg über OKC, das in fast voller Kapelle (nur Isaiah Hartenstein fehlte) auflief und sogar auf Jalen Green verzichten musste. An diesen Erfolg werden die Suns sich auch klammern, wenn sie auf die anstehende Serie blicken, in zwei der restlichen drei Partien wurden sie schließlich zerlegt (-27 und -49).

    Wollen die Suns wirklich eine Chance haben, muss Green mindestens so weiterspielen, wie er es in den zwei Play-In-Spielen gezeigt hat (Konstanz ist Kernkompetenz). Dazu müssten auch Devin Booker und Dillon Brooks die Serie ihres Lebens spielen und Mark Williams die dominanten Bigs der Thunder einbremsen, was nicht seine Stärke ist.

    Alles in allem müsste es schon mit dem Teufel zugehen, wenn die Thunder auch nur mehr als ein Spiel in dieser Serie abgeben würden. Vielmehr ist davon auszugehen, dass OKC eine sehr lange Pause zwischen Runde eins und zwei haben wird.

    Prognose: OKC in 4

    Shai Gilgeous-Alexander
    Shai Gilgeous-Alexander und die Thunder sind Favorit gegen die Phoenix Suns. picture alliance / ASSOCIATED PRESS

    Orlando Magic: Wie stehen ihre Chancen gegen die Pistons?

    Die Euphorie nach dem dominanten Sieg der Orlando Magic über die Charlotte Hornets wird riesig sein und das Team wird versuchen, dieses Momentum mit in die Serie gegen die Pistons zu nehmen. Die Version der Magic im Play-In war genau die, mit der man dem Team prophezeit hat, um die Ost-Krone mitzuspielen. Sie waren defensiv ultraaggressiv, hatten in jedem Passweg eine Hand und nutzten die vielen erzwungenen Live-Ball-Turnover der Gegner für einfache Punkte in Transition.

    Sobald sie den Wilson erobert hatten, pushten sie ihn unaufhörlich in die Zone, wo sie dank ihrer Physis leicht zum Korb kamen oder an die Freiwurflinie gingen. Es gab fast keine Possessions, in denen sie zu lang am Perimeter dribbelten, um dann einen schwierigen Notwurf mit ablaufender Wurfuhr zu nehmen, wie man es oft in dieser Saison gesehen hat. Dazu versuchten sie nicht auf Krampf, ihre Dreier zu erzwingen, sondern spielten ihre physische Überlegenheit aus, indem sie in Person von Paolo Banchero, Franz Wagner und Co. den Korb attackierten. So nahmen sie das gesamte Spiel über nur 27 Dreier, was sogar noch deutlich unter ihrem ohnehin schon niedrigen Saison-Schnitt (34,1) liegt.

    Allerdings darf man bei all der Lobpreisung auch nicht vergessen, dass wir diese Version der Magic in dieser Saison vielleicht eine Handvoll Mal gesehen haben. Der Rest der 82 Spiele war oft nicht schön mitanzusehen. Orlando stagnierte viel zu oft offensiv, wenn es ins Halbfeld ging, und wirkte gegen gute Defensiven schlichtweg planlos. Gleichzeitig konnten sie sich nicht mehr auf die starke Defensive der Vorjahre verlassen, die ihnen viele enge Spiele gewonnen hat. Natürlich spielten auch die Verletzungen eine Rolle (Wagner absolvierte nur 34 Spiele, Jalen Suggs 57 und Anthony Black 64), selbst in Bestbesetzung entstand aber nie eine Synergie zwischen den Spielern und dem Gameplan von Coach Jamahl Mosley.

    Es ist schließlich nicht mal eine Woche her, dass sie Magic gegen die B-Mannschaft der Celtics den Heimvorteil für das erste Play-In-Duell verspielten, Mosley durch merkwürdige Coaching-Entscheidungen auffiel und Berichte die Runde machten, dass es in Orlando nach der Saison auf jeden Fall einen Trainerwechsel geben wird. Zu denken, dass ein gutes Spiel all diese Sorgen kitten würde und jetzt ein tiefer Playoff-Lauf realistischer ist, wäre aktuell vermessen. Zumal mit den Pistons ein absolutes Bollwerk der Regular Season wartet.

    Orlando Magic vs. Detroit Pistons: Darauf kommt es für beide Teams an

    Detroit thront zum ersten Mal seit 2007 an der Spitze des Ostens, was keineswegs ein Zufall ist. Das Team aus Mo-Town erarbeitete sich schon Anfang November die Spitzenposition in der Conference und gab sie seither nie wieder her! Sie spielen klaren, strukturierten Offensivbasketball mit zwei Eckpfeilern in Cade Cunningham und Jalen Duren, die beide völlig zu Recht in dieser Saison All-Stars wurden. Dazu kommen ein Haufen guter Shooter in Duncan Robinson (41 3P%), Javonte Green (38 3P%), Daniss Jenkins (37,4 3P%) und Marcus Sasser (41,5 3P%).

    Gleichzeitig ist ihre wahre Stärke aber die Defensive. Sie sind nach OKC klar das zweitbeste Defensivteam der Liga und machen ihren Gegnern regelmäßig mit ihrer Athletik und Physis das Leben schwer, was sie zum Beispiel auch deutlich von den Hornets unterscheidet. Eine gute Defensive gehört schlichtweg zur Mentalität der Franchise, zudem haben sie mit Duren und Ausar Thompson zwei der zehn besten Verteidiger der Liga in ihren Reihen, was die Sache aus Magic-Sicht nicht leichter macht.

    Sie haben in dieser Saison einen überragenden Record gegen Teams über .500 (34-16) und sind seit Jahren eingespielt, allerdings fehlt ihnen die Erfahrung in den Playoffs (der letzte Serien-Sieg ist fast 20 Jahre her!). Das zeigte sich schon im Vorjahr gegen die Knicks, wo sie in den meisten Spielen das bessere Team waren, am Ende aber klar 2-4 rausflogen.

    Dazu ist ihre Offensive in dieser Saison klar verbessert, muss aber auch noch dem Playoff-Test standhalten, wenn es mehr in die Halfcourt Sets geht. Duren hat offensiv in dieser Saison einen enormen Sprung gemacht und sich als Fixpunkt etabliert, über den viel läuft (23,1 % Usage Rate), mit Thompson und Harris sind aber auch zwei Spieler auf dem Feld, die keinen Wurf haben bzw. sehr streaky sind. Orlando wird mit aller Kraft versuchen, Cunningham und Duren den Ball aus den Händen zu nehmen und den Rest des Teams zu Plays zu zwingen.

    Gelingt das, während gleichzeitig die eigene Offensive funktioniert, die Defense die Stabilität der Vorjahre wiederfindet und Franz Wagner wieder an seiner Pre-Verletzungsform anknüpfen kann, ist für die Magic hier tatsächlich etwas drin. Nimmt man allerdings den bisherigen Saisonverlauf als Referenz, sieht es schlecht aus. Dafür haben die Magic schlichtweg zu viel Vertrauen verspielt.

    Prognose: Pistons in 6

    Gianluca Fraccalvieri