11.03.2026
Krise verschärft sich weiter
Die AS Monaco kommt einfach nicht zur Ruhe. Die finanziellen Schwierigkeiten der vergangenen Wochen führten bereits zu mehreren personellen Abgängen. Nun verlässt auch Trainer Vassilis Spanoulis die den Klub.

Das teilten die Monegassen in einer Pressemitteilung am Mittwochmittag mit. Demnach habe man sich "im gegenseitigen Einvernehmen mit sofortiger Wirkung getrennt".
Der Verein ließ zwar offen, wer die Initiative zu der Entscheidung ergriffen habe, deutete aber an, dass sie vom Klub ausging: "Ich wünschte, wir hätten gemeinsam noch mehr erreichen können, aber manchmal zwingen einen die Umstände zu schwierigen und schmerzhaften Entscheidungen", ließ sich Sportdirektor Oleksiy Yefimov zitieren.
Ebenfalls auffällig: Spanoulis selbst kam in der Pressemitteilung selbst nicht zu Wort.
Bereits zuvor waren Berichte nach außen gedrungen, denen zufolge Spanoulis zurückgetreten sei. Auslöser sollen die anhaltenden finanziellen Schwierigkeiten des Teams aus Monte-Carlo gewesen sein. Die Sanktionen gegen Besitzer Alexey Fedorychev wegen dessen Verstrickungen mit dem russischen Staat hatten die AS zuletzt in Zahlungsnot gebracht.
Der Klub hatte in der Konsequenz mehrere Spielergehälter erst verspätet gezahlt. Zudem verpasste man es, die verpflichtenden Sozialversicherungsbeiträge abzuführen. Die lokale Regierung sprang kürzlich mit einer Einlage von 2,5 Millionen Euro ein, um zumindest den Spielbetrieb aufrechterhalten zu können.
Das Insolvenzverfahren wurde bislang aber lediglich aufgeschoben und nicht abgewendet.
Die Unsicherheiten abseits des Parketts wirkten sich jüngst auch direkt auf die sportlichen Leistungen aus. Führte die AS die EuroLeague zwischenzeitlich noch auf Platz 1 an, verlor man zuletzt sieben der vergangenen acht Partien. Die Teilnahme an den Playoffs steht damit infrage.
jos