vor 9 Stunden
Verrückter Trinchieri-Plan
Ex-Bayern-Trainer Andrea Trinchieri hat seinen Unmut über die vollen Spielpläne der europäischen Liga kundgetan und direkt einen Lösungsvorschlag präsentiert.

"Wie Blutegel, die dir das Blut aussaugen", beschrieb der Italiener die aktuelle Spielplansituation in Europa, die seiner Meinung nach kein fairer Zustand sei. "Im Sport ist das Wichtigste, dass alle dieselben Arbeitsbedingungen haben. Du spielst am Sonntag gegen jemanden, der ausgeruht ist, während du eine EuroLeague-Doppelwoche hinter dir hast, in der du ordentlich einstecken musstest", nannte er ein konkretes Beispiel.
Vor allem die vielen Spiele in der EuroLeague (38 - ohne Playoffs) würden seiner Meinung nach zu unfairen Bedingungen in den heimischen Ligen sorgen. "Du kommst an und liegst vielleicht schon 25:9 zurück. Die laufen dir durch die Beine, fliegen überall hin. Das ist unfair", meinte der Trainer von PAOK Thessaloniki, das nächste Saison wohl selbst in der EuroLeague am Start sein wird.
Um dieses Problem zu lösen, müsste es laut Trinchieri gemeinsame Absprachen zwischen den Bossen der FIBA, EuroLeague und nationalen Ligen geben. Erst wenn die konkurrierenden Interessen der Verbände gelöst seien, "wird das der Tag sein, der dem europäischen Basketball ein besseres Leben bringt", sagte der ehemalige Trainer des FC Bayern, der den Verein von 2020 bis 2023 coachte.

Wie die Absprache zwischen den Verbänden im besten Fall aussehen soll, hat sich Trinchieri ebenfalls schon überlegt. "Vier Monate EuroLeague, drei Monate nationaler Ligabetrieb, dann zwei Monate FIBA und ein Monat, in dem die Spieler eine Pause machen und individuell an sich arbeiten", schlug der 58-Jährige vor.
Solch eine Struktur würde es ihm zufolge ermöglichen, die verschiedenen Wettbewerbe klarer voneinander zu trennen und den Spielern gleichzeitig Zeit für Erholung und individuelle Entwicklung zu geben.
Was mit Teams, die nicht international aktiv sind, in den reservierten Monaten der EuroLeague-Phase passieren würde, führte er dabei nicht aus.
gfr