14.05.2025
Dallas hatte lediglich eine Gewinnchance von 1,8 Prozent auf den Top-Pick
Die Dallas Mavericks werden den ersten Pick im kommenden NBA Draft nicht abgeben. Nach Informationen soll mit Cooper Flagg ein neuer Franchise-Spieler aufgebaut werden.

Die Mavericks planen, mit dem ersten Pick im kommenden NBA Draft Duke-Forward Cooper Flagg auszuwählen. Wie ESPN berichtet, ist ein Trade des Picks für einen gestandenen Star nicht vorgesehen. Damit setzen die Mavs voll auf den 18-jährigen Flagg, der als eines der vielversprechendsten Talente der letzten Jahre gilt.
Dallas hatte in der Lottery nur eine 1,8-prozentige Chance auf den Top-Pick - und gewann dennoch. Der überraschende Erfolg kommt wenige Monate nach dem viel diskutierten Trade von Luka Doncic zu den Los Angeles Lakers, der für erhebliche Unruhe bei Fans und im Umfeld des Teams sorgte. Im Gegenzug erhielten die Mavs unter anderem den zehnfachen All-Star Anthony Davis, doch die langfristige Ausrichtung der Franchise war seither unklar.
Flagg könnte diese Lücke nun schließen. Der 2,06 Meter große Forward dominierte in seinem Freshman-College-Jahr für Duke mit durchschnittlich 19,2 Punkten, 7,5 Rebounds und 4,2 Assists und führte das Team ins Final Four. Bereits seit Sommer 2023 galt er als Favorit auf den Top-Pick, nachdem er die High School vorzeitig abgeschlossen hatte, um frühzeitig aufs College zu wechseln.
Wie ESPN berichtet, soll Mavericks-Governor Patrick Dumont die Chance, Flagg zu verpflichten, intern als "Geschenk" bezeichnet haben. Zwar hat General Manager Nico Harrison in sportlichen Fragen große Entscheidungsfreiheit, doch die finale Entscheidung über Personalien liegt bei Dumont.
Auch im wirtschaftlichen Kontext wäre ein Flagg-Pick von großer Bedeutung: Der Abgang von Doncic hatte nicht nur sportliche Folgen, sondern warf auch Fragen zur Vermarktbarkeit der Franchise auf. Mit Flagg könnte Dallas nun eine neue Identifikationsfigur aufbauen - und gleichzeitig den Verlust künftiger Draftrechte zwischen 2027 und 2030 abfedern.
Offiziell wurde die Entscheidung noch nicht bestätigt, doch laut CEO Rick Welts ist Flagg der klare Favorit: "Ich weiß nicht, wen wir nehmen - aber wenn es er ist, hat er bisher in jeder Situation bewiesen, dass er nicht nur bestehen, sondern überragen kann."
sgm