27.02.2026
Mumbru sieht zu viele Fehler
Das DBB-Team hat den Sprung an die Tabellenspitze in der WM-Qualifikation verpasst. Bundestrainer Alex Mumbru ärgerte sich nach der Partie über zu viele Fehler in der zweiten Halbzeit.

Mit 88:93 unterlag der Welt- und Europameister in der kroatischen Hauptstadt, nachdem man zur Pause noch knapp in Führung lag. "Wir hatten offensiv und defensiv in der ersten Halbzeit einen guten Rhythmus und haben uns da auch an den Gameplan gehalten", stellte der Spanier fest.
In einer hitzigen Atmosphäre in der Drazen-Petkovic-Halle ließen die Deutschen zunächst keine kroatischen Läufe zu und trafen zumeist wichtige Dreier, um den Vorsprung zu konservieren, doch mit dem Beginn der zweiten Halbzeit häuften sich die Nachlässigkeiten und Kroatien konnte sich so über ihre Stars Mario Hezonja und Dario Saric Selbstvertrauen holen.
"Wir haben da zu viele Layups und offene Dreier abgegeben", bemängelte der Bundestrainer, der abschließend feststellte: "Wir haben zu viele Fehler für ein enges Spiel gemacht." Kroatien verwandelte 13 von 26 Dreiern, dazu erzielten die Gastgeber 19 Punkte aus Fastbreaks, was eigentlich die Stärke der deutschen Mannschaft ist.

"Wir haben nie wirklich zu unserem Spiel gefunden", konstatierte entsprechend Malte Delow von Alba Berlin. "Wir wollten schnell spielen, aber wir haben einfach nicht gut genug verteidigt, um Stops zu bekommen und ins Laufen zu kommen.“ Im vierten Viertel erzielte die Mumbru-Auswahl dann nur noch 16 Punkte, Kroatien zog den Deutschen hier mit ihrer Switch-Defense den Zahn.
"Da haben wir den Ball nicht mehr gut genug bewegt und unser Spiel war zu statisch", ärgerte sich Delow. Zu oft dribbelte Jack Kayil nur mit dem Ball, während um ihn herum zu wenig Bewegung war. Am Ende blieb die Niederlage aber im Rahmen, was durchaus noch wichtig werden könnte.
Schon am Sonntag haben die Deutschen dann die Chance, um in Bonn die Tabellenführung zu übernehmen und den direkten Vergleich mit den Kroaten für sich zu entscheiden. Für den weiteren Verlauf der Qualifikation wäre das nicht unwichtig, da alle Ergebnisse in die zweite Quali-Runde genommen werden. Die ersten Drei jeder Gruppe kommen weiter, die deutsche Kreuzgruppe besteht aus Polen, der Niederlande, Lettland und den noch sieglosen Österreichern.
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