27.02.2026
Zweite Niederlage unter Mumbru
Die deutsche Basketball-Nationalmannschaft hat nach über einem Jahr mal wieder ein Spiel verloren. Am dritten Spieltag der WM-Qualifikation unterlag der ersatzgeschwächte Welt- und Europameister gegen Kroatien in Zagreb mit 88:93.

Das DBB-Team hat die erste Niederlage in dieser WM-Qualifikation kassiert, Kroatien behält dagegen die weiße Weste. Bester Scorer der Mannschaft von Bundestrainer Alex Mumbru war David Krämer mit 22 Punkten, zweistellig punkteten zudem noch Jack Kayil (15 Punkte, 5/16 FG) und Kapitän Johannes Thiemann (17). Bei Kroatien übernahm das Trio bestehend aus Mario Hezonja (21), Dario Saric (23, 8/11) und Jaleen Smith (15) den Löwenanteil des Scorings.
Die deutsche Mannschaft begann mit Nelson Weidemann, Malte Delow, Louis Olinde, Chris Sengfelder sowie Kapitän Thiemann und durchaus nervös. Im Ballvortrag wirkte das DBB-Team fahrig, gleiches galt aber auch für die Kroaten. Erst mit Kayil und Krämer gab es mehr Sicherheit, auch wenn es defensiv einige Lücken gab. Das Duo sorgte für den Großteil des Scorings, bei den Kroaten war es zunächst Ex-Alba-Guard Smith. Krämer stand nach zehn Minuten bei zehn Punkten, Delow netzte mit der Sirene den Dreier zum 26:20.
Kroatiens Star Hezonja fand noch gar nicht statt (0/4), Deutschland hatte schon nach zwölf Minuten alle Spieler im Kader eingesetzt. Die Gastgeber fanden Offense über Ex-NBA-Spieler Saric, der mal zwei Dreier in Serie traf. Der Europameister bewahrte aber die Ruhe und hatte zumeist aus der Distanz eine Antwort. Dazu stach vor allem Olinde am offensiven Brett heraus, auch das war ein Faktor für die Gäste. Hezonja fand zwar langsam ins Spiel, Deutschland war aber weiter mit 50:46 vorne.

rar
Auch nach der Pause ging es physisch weiter, unter anderem ohne Olinde, der im zweiten Viertel blutend vom Feld musste. Hezonja hatte jetzt Rhythmus, doch als die Kroaten kurz in Führung gingen, traf Kayil von draußen. Es blieb dennoch hitzig, Alex Mumbru war mehrfach zufrieden mit der Gangart der Kroaten und kassierte dafür ein technisches Foul. Das Spiel drohte hier zu kippen, die Gäste kamen nicht mehr zu leichten Punkten. Thiemann half in dieser Phase mit seiner Routine, dennoch führte nun Kroatien mit 75:72 vor dem Schlussabschnitt.
Deutschlands Defense hatte weiterhin Probleme, die Gastgeber standen an der Dreierlinie zu oft zu frei. Bei der Mumbru-Truppe wühlte immer wieder Thiemann, doch auch der Japan-Legionär brauchte mal eine Pause. Kroatien führte mit bis zu sechs Punkten, doch Mitte des Schlussabschnitts sorgte ein Kayil-Notwurf von ganz weit draußen wieder für die deutsche Führung. Es war nur ein kurzes Vergnügen, Saric stellte die alten Verhältnisse wieder her.
Deutschland bekam kein Tempo mehr in die Aktionen, die Kroaten verteidigten nun clever und brachten den Vorsprung über die Zeit. Turnover von Krämer und Delow besiegelten das deutsche Schicksal. Kroatien festigt damit die Tabellenführung in der Gruppe, allerdings bekommt das DBB-Team schon am Sonntag in Bonn die Chance auf eine Revanche, wenn sich die beiden Mannschaften erneut treffen. Die besten drei Teams der Vierergruppe mit Israel und Zypern erreichen die nächste Runde.