vor 1 Tag
Pfiffe beim ersten Heimspiel
Nikola Jokic führte die Denver Nuggets zu einem spektakulären Comeback gegen New Orleans. Nach dem Sieg kritisierte der dreimalige MVP jene Fans scharf, die seine Mannschaft bereits in der ersten Hälfte ausgepfiffen hatten.

Die Nuggets lagen bei ihrem ersten Heimspiel zwischenzeitlich mit 23 Punkten zurück und wurden von Teilen des Publikums in der Ball Arena mit Pfiffen bedacht. Denver kämpfte sich jedoch zurück und setzte sich nach Verlängerung noch mit 141:135 gegen die Pelicans durch.
Nach der Partie richtete Jokic deutliche Worte an die unzufriedenen Zuschauer. "Wir wurden bei unserem ersten Heimspiel ausgebuht. Ich glaube, dass die Fans, die uns ausgepfiffen haben, nicht mehr kommen müssen", sagte der Serbe. Wer die Nuggets regelmäßig verfolge, wisse, "dass wir niemals aufgeben und schon aus viel schwierigeren Situationen zurückgekommen sind".
Deshalb zog Jokic eine klare Grenze: "Wenn ihr mich fragt, sind sie nicht mehr willkommen." Warum seine Mannschaft derart schwer in die Partie gefunden hatte, konnte der Center selbst nicht eindeutig erklären. New Orleans habe seine Würfe getroffen, während bei Denver zunächst nichts funktioniert habe. "Es war einfach schlechte Energie. Dann braucht es ein paar Minuten, um da wieder herauszukommen."
Jokic selbst war entscheidend an der Wende beteiligt. Der 31-Jährige erzielte acht seiner insgesamt 35 Punkte in der Verlängerung und sammelte außerdem 15 Rebounds sowie zehn Assists. Mit seinem 199. Triple-Double rückte er bis auf zehn an den kürzlich zurückgetretenen Rekordhalter Russell Westbrook heran.
Unterstützung erhielt Jokic vor allem von Jamal Murray, der mit 42 Punkten bester Werfer der Partie war. Rookie Trevon Brazile steuerte bei seinem Heimdebüt 17 Zähler bei, davon sieben in der Verlängerung. Die Pelicans führten nach drei Vierteln noch mit 19 Punkten, warten nach dem spektakulären Einbruch aber weiterhin auf ihren ersten Saisonsieg.
sgm