27.01.2026
Griechen kritisieren Sicherheitsmaßnahmen
Nach dem EuroLeague-Spiel in Tel Aviv hat Panathinaikos scharfe Kritik an den Sicherheitsvorkehrungen geäußert. Während Cheftrainer Ergin Ataman von massiver Feindseligkeit spricht, weist Maccabi Tel Aviv die Vorwürfe klar zurück.

Nach dem Auswärtsspiel bei Maccabi Tel Aviv hat Panathinaikos Athen eine ausführliche Stellungnahme veröffentlicht. Klubpräsident Vassilis Parthenopoulos erklärte darin, dass die Sicherheitsmaßnahmen rund um die Partie nicht ausreichend gewesen seien. Laut den Griechen habe man das Spiel nur dank intensiver Bemühungen von EuroLeague-Offiziellen überhaupt antreten können.
Dem Statement zufolge sei der Teambus bei der Ankunft an der Arena von rund 300 Maccabi-Anhängern empfangen worden, die den Panathinaikos-Tross sowie Cheftrainer Ergin Ataman mit vulgären Beleidigungen und Gesten konfrontiert hätten. Die Nähe der Fans zu Spielern und Betreuern sei "inakzeptabel" gewesen, ohne dass zunächst eingegriffen worden sei. "Es ist klar, dass die Sicherheitsmaßnahmen unzureichend waren", heißt es unter anderem in der Erklärung.
Panathinaikos betont zudem, dass erst nach mehrfacher Intervention beim anwesenden EuroLeague-Offiziellen zusätzliche Schutzmaßnahmen ergriffen worden seien. Die Mannschaft habe das Spielfeld erst betreten, nachdem von offizieller Seite grünes Licht für ausreichende Sicherheit gegeben worden sei.
Maccabi Tel Aviv reagierte ebenfalls mit einem offiziellen Statement. CEO Avi Ben Tal erklärte, dass der Klub alles Notwendige getan habe, um Atamans Sicherheit zu gewährleisten. Unter anderem seien zusätzliche Sicherheitskräfte positioniert, eine Plexiglasscheibe hinter der Bank installiert sowie persönliche Sicherheitsbegleitung für den Trainer gestellt worden.
"Ergin Ataman war zu keinem Zeitpunkt in Gefahr", betonte Ben Tal. "Die Atmosphäre in der Halle war sportlich, und es gab keine Bedrohungen."
Die verbalen Beleidigungen, die Ataman während der Partie ansprach, seien nicht politisch motiviert gewesen, sondern hätten mit früheren Aussagen des Trainers zu tun gehabt. Gleichzeitig stellte Maccabi klar, dass man verbale Beleidigungen grundsätzlich verurteile, es darüber hinaus jedoch keine außergewöhnlichen Vorfälle gegeben habe. Zudem verwies der Klub darauf, dass andere türkische Spieler wie Omer Yurtseven und Cedi Osman von den Fans freundlich empfangen worden seien.
kon