23.01.2026
Fan-Verhalten überschattet EuroLeague-Spiel
Panathinaikos-Coach Ergin Ataman hat beim EuroLeague-Spiel in Tel Aviv offiziell Protest eingelegt - und nach der Niederlage deutliche Worte gefunden. Der Auslöser war ein Shotclock-Problem, überschattet wurde die Partie aber vor allem durch die Anfeindungen aus dem Publikum.

Während des vierten Viertels im Spiel von Panathinaikos bei Maccabi Tel Aviv forderte Ataman nach einem Foul gegen Jerian Grant die Schiedsrichter auf, einen offiziellen Protest aufzunehmen. Hintergrund war eine Szene kurz zuvor, als die Shotclock für einige Sekunden bei 14 stehen blieb. In der hektischen Schlussphase mit mehreren Unterbrechungen setzte sich Maccabi schließlich zuhause mit 75:71 durch.
Bereits vor der Partie hatte Ataman die Stimmung rund um die Arena thematisiert. Er erklärte, er fühle sich in der Stadt grundsätzlich wohl, "aber nicht, wenn ich in die Halle komme und mehr als 200 Leute mich beleidigen." Sollte sich das über das Spiel hinweg fortsetzen, kündigte er an: "Wenn sie so weitermachen, werde ich nach zwei oder drei Minuten das Feld verlassen."
Nach dem Spiel legte der Coach nochmals nach und richtete den Fokus auf die EuroLeague insgesamt. "Wir vergleichen die NBA mit der EuroLeague", sagte Ataman - und ergänzte dann: "Aber das ist kein Basketball." Für ihn sei es nicht akzeptabel, "wenn du kommst, um deinen Job zu machen, und 40 Minuten lang stark beleidigt wirst - und niemand macht etwas."

Ataman kritisierte dabei ausdrücklich, dass aus seiner Sicht weder Offizielle noch Liga-Verantwortliche reagierten: "Niemand hat etwas gemacht - Schiedsrichter, Commissioner - niemand." Konsequenz für ihn: "Ich werde die EuroLeague nicht mehr mit der NBA vergleichen." Seine Botschaft blieb dabei klar: "Das ist kein Sport."
Auch in der Pressekonferenz wurde Ataman noch einmal deutlich und verwies auf frühere Aussagen in seinem Umfeld. Vor zwei Jahren habe ihm nach einem Spiel jemand gesagt, er solle nicht nach Israel zurückkehren. Ataman entgegnete: "Ich bin hier. Es ist mir egal." Entscheidend sei für ihn nur, dass die EuroLeague handeln müsse, "weil das ein EuroLeague-Problem ist."
Mit dem Sieg steht Maccabi nun bei 10-14, Panathinaikos bei 14-10.
sgm