vor 6 Stunden
Der große Durchbruch blieb aus
Die Philadelphia 76ers ziehen Konsequenzen nach einer enttäuschenden Saison: Präsident Daryl Morey ist nicht länger Teil der Franchise. Auch die Zukunft von Head Coach Nick Nurse scheint entschieden zu sein.

Die Entscheidung wurde am Dienstagabend von Managing Partner Josh Harris offiziell bekanntgegeben. Während Präsident Daryl Morey die Franchise verlassen muss, soll Head Coach Nick Nurse im Amt bleiben. Harris erklärte in einem Statement, dass die Organisation nach Gesprächen mit Morey zu dem Entschluss gekommen sei, einen „Neustart" einzuleiten.“ Morey war seit 2020 Präsident der Basketball-Abteilung der Sixers und führte das Team in dieser Zeit fünfmal in die Playoffs. Über die zweite Runde hinaus kam Philadelphia allerdings nie hinaus.
Die Suche nach einem neuen Top-Entscheider übernimmt nun Bob Myers. Der frühere Architekt von vier Meisterschaften mit den Golden State Warriors wird die Basketball-Abteilung vorerst interimistisch leiten. Myers kündigte an, den Auswahlprozess "gründlich und überlegt" angehen zu wollen. Auch das bestehende Front Office soll evaluiert werden.
| Jahr | Ergebnis |
|---|---|
| 2021 | 3-4 in Conference Semifinals (Hawks) |
| 2022 | 2-4 in Conference Semifinals (Heat) |
| 2023 | 3-4 in Conference Semifinals (Celtics) |
| 2024 | 2-4 in der ersten Runde (Knicks) |
| 2025 | keine Playoffs |
| 2026 | 0-4 in Conference Semifinal (Knicks) |
Moreys Amtszeit war von mehreren spektakulären Personalentscheidungen geprägt. 2022 holte er James Harden nach Philadelphia, nachdem beide bereits gemeinsam bei den Houston Rockets erfolgreich gewesen waren. Die Zusammenarbeit endete jedoch öffentlichkeitswirksam: Harden bezeichnete Morey während einer China-Reise als "Lügner", ehe er später zu den Los Angeles Clippers getradet wurde.
Auch die hohen Verträge für Joel Embiid und Paul George gerieten zuletzt zunehmend in den Fokus. Gemeinsam mit Tyrese Maxey kassieren die drei Stars in der kommenden Saison insgesamt 153 Millionen Dollar, standen in den vergangenen zwei Jahren inklusive Playoffs aber nur 43 Spiele gemeinsam auf dem Feld. Hoffnung macht dagegen Rookie VJ Edgecombe, der nach seiner Auswahl an Position drei im Draft 2025 eine starke erste NBA-Saison spielte und Dritter im Rookie-of-the-Year-Rennen wurde.
sgm