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    NBA

    vor 3 Stunden

    Auslaufende Verträge dominieren die Offseason

    Ein Sommer voller Fragezeichen: Stehen die Lakers am Wendepunkt?

    Die Los Angeles Lakers sind erwartungsgemäß in der zweiten Runde der Playoffs ausgeschieden, selbst wenn sie sich beim Sweep gegen Meister OKC bis zum Ende achtbar verkauften. In gewisser Weise beginnt die Arbeit jedoch jetzt erst. Wie wird das Team von Luka Doncic nach einem richtungsweisenden Sommer aussehen?

    Die Big Three der Lakers - ein Trio mit überschrittenem Ablaufdatum?
    Die Big Three der Lakers - ein Trio mit überschrittenem Ablaufdatum? Mark J. Rebilas-Imagn Images

    Mit zunehmendem Alter sinkt die gefühlte Notwendigkeit, ein Blatt vor den Mund zu nehmen. LeBron James macht da keine Ausnahme. Während er früher vielleicht noch auf mildernde Umstände hingewiesen hätte, in erster Linie natürlich das Fehlen von Luka Doncic, wurde er nach Spiel 2 gegen die OKC Thunder stattdessen direkt ziemlich deutlich.

    "Ihr wollt, dass ich uns mit ihnen vergleiche?", fragte James fast ungläubig, als er nach dem Unterschied zwischen OKC und seinen Lakers gefragt wurde. "Das ist ein Championship-Team. Wir sind keins. […] Wir können nicht über 48 Minuten Energie und Einsatz aufrechterhalten, sie schon. Deswegen haben sie die Meisterschaft gewonnen."

    Nun lässt sich vielleicht nicht alles aus dieser kurzen Analyse herauslesen. Im Kern lag James aber natürlich richtig: Es klafft eine Lücke zwischen den Thunder, dem derzeitigen Goldstandard der Liga, und den meisten anderen Teams. Darunter eine recht üppige Lücke zwischen ihnen und den Lakers, wie dieser Sweep aufzeigte, selbst wenn diese sich dabei gar nicht schlecht verkauften und in Spiel 4 denkbar knapp an wenigstens einem Sieg vorbeischrammten. Sie waren insgesamt overmatched, das war auch vor der Serie erwartbar gewesen.

    Es ist nun offensichtlich, mit welcher Fragestellung die Lakers sich in die Offseason verabschieden werden: Können sie diese Lücke in der Offseason verkleinern, vielleicht sogar vollständig zu OKC und den anderen "echten" Contendern aufschließen?

    OKC Thunder vs. L.A. Lakers 4-0

    Viel Boden gutzumachen

    Kompliziert wird es definitiv. Was nicht zuletzt an der Art liegt, wie OKC sein Team aufgebaut hat - größtenteils kam der Kader über eigene Draft-Picks zustande. Selbst nach dem ersten Titel ist das Team noch immer jung und äußerst tief, auch wenn dort im Sommer nun ebenfalls erstmals der eine oder andere Leistungsträger gehen könnte, um das Team bezahlbar zu halten.

    OKC ist singulär gut dafür aufgestellt, um etwaige Abgänge zu verkraften, dank seiner Extra-Picks für die Zukunft, dank diverser kluger Entscheidungen in den letzten Jahren. Beweisstück T: Auch den Thunder fehlte gegen die Lakers ein All-NBA-Spieler in Jalen Williams - ihr zweitbester Scorer über die Serie war dann eben Ajay Mitchell, der Nr. 38-Pick von 2024, der in den kommenden beiden Saisons weniger als drei Millionen Dollar pro Jahr verdient. Und der in einem weniger tiefen Team ein All-Star-Kandidat sein könnte.

    Die Lakers haben mit Austin Reaves einen in gewisser Weise vergleichbaren Glücksgriff getätigt, der 2021 gar nicht gedraftet wurde und sich seither herausragend entwickelt hat (23,3 PPG in der Regular Season). Reaves geht nun mit einer Spieler-Option von rund knapp 15 Mio. Dollar in die Offseason, die er mit Sicherheit nicht ziehen wird - vielmehr dürfte er viel teurer werden.

    Reaves erzielte 20,8 Punkte in den vier Spielen gegen OKC.
    Reaves erzielte 20,8 Punkte in den vier Spielen gegen OKC. Jayne Kamin-Oncea-Imagn Images

    Wie geht es mit Austin Reaves weiter?

    Es ist die wichtigste personelle Frage bei den Lakers, wie sie mit dem 27-Jährigen verfahren. Sehen sie Reaves als zweiten Star neben Luka und bezahlen ihn entsprechend (maximal wären knapp 241 Mio. Dollar über fünf Jahre möglich)? Nehmen sie seine (wiederholten) Probleme gegen OKC zum Anlass, ihn herunterzuhandeln, ihn vielleicht sogar abzugeben?

    Wie Shams Charania (ESPN) am Montag berichtete, zählen auch die Lakers zu den Teams, die Interesse an Giannis Antetokounmpo anmelden könnten. In einem Trade für den Griechen müsste Reaves allerdings involviert sein, anderes Tafelsilber haben die Lakers nicht. Es wäre natürlich erneut ein ganz anderer Ansatz als der, mit dem OKC derzeit so erfolgreich fährt.

    "Ich denke nicht viel darüber nach", sagte Reaves nach Spiel 4 selbst zu seiner anstehenden Free Agency. "Ich gehe einen Tag nach dem anderen an. Ich bin gesegnet, dass ich eine Möglichkeit habe, für diese Organisation zu spielen. Ich spiele ein Spiel für Kinder. Ich verdiene dabei gutes Geld."

    Bleibt Reaves bei den Lakers? Guard lässt Zukunft offen

    Viel spricht dafür, dass sich beide Seiten irgendwie einig werden, wenn auch vielleicht nicht zu maximalen Bezügen, zumal Reaves und Doncic über die Saison trotz einiger spielerischer Überschneidungen sehr gut harmonierten (+9 Net-Rating). Komplizierter ist hingegen wohl die Frage, wie der Kader um die beiden herum ergänzt und ausgebaut werden soll.

    Jede Menge Free Agents

    Ein weiterer massiver Unterschied zu den Thunder besteht darin, dass 25/26 außer Reaves kein einziges "Eigengewächs" eine signifikante Rolle bei den Lakers einnehmen konnte. Es gibt keine organische Tiefe mit produktiven Spielern auf günstigen Rookie-Verträgen, wie es sogar Chet Holmgren und Williams in dieser Spielzeit noch waren. Rund um die Big 3 bestand der Lakers-Kader hingegen überwiegend aus Veteranen mit kurzen Deals, "Übergangsspielern", von denen einige sehr gut funktionierten und andere weniger.

    Kennard, Reaves und Hachimura (v.l.n.r.) sind nur drei Lakers-Personalien, deren Zukunft in Purple-and-Gold ungewiss ist.
    Kennard, Reaves und Hachimura (v.l.n.r.) sind nur drei Lakers-Personalien, deren Zukunft in Purple-and-Gold ungewiss ist. IMAGO/ZUMA Press Wire

    Mehrere dieser Spieler werden nun auch wieder Free Agents. Rui Hachimura zählt dazu, ebenso Luke Kennard, für den die Lakers während der Saison tradeten und der in der Serie gegen Houston zum Teil glänzen konnte. Marcus Smart und Deandre Ayton verfügen zudem jeweils über Spieler-Optionen, die sie vielleicht "outperformed" haben. Gerade Smart dürfte seinen Wert rehabilitiert haben und mehr verdienen können als die 5,4 Mio. in seiner Option.

    Stand jetzt stehen weniger als 80 Mio. Dollar fix in den Büchern für die kommende Saison. Dieses Gerüst bestünde dann allerdings auch bloß aus Doncic, Jarred Vanderbilt, Jake LaRavia, Dalton Knecht, Bronny James und Adou Thiero. Hinzu käme noch das Gehalt des Nr. 25-Picks, den die Lakers im kommenden Draft besitzen.

    Diese Lakers können Free Agents werden

    Das klingt erst einmal nach viel Flexibilität, würde allerdings ja auch einen fast vollständigen Neuanfang mit sich ziehen. Lassen die Lakers mit Ausnahme von Reaves jeden ihrer Free Agents ziehen, könnten sie immer noch über um die 47 Mio. Dollar an Cap-Room verfügen - in einer recht dünnen Free-Agency-Klasse allerdings.

    Das Template für ein erfolgreiches Doncic-Team ist glücklicherweise bekannt: Es braucht um den Slowenen herum Shooting (Kennard?), einen zweiten Creator (Reaves?), einen athletischen Roll-Man auf der Fünf, Defense (Smart?). Haben die Lakers jedoch genug Ressourcen, um diese Baustellen allesamt in dieser Offseason zu adressieren?

    Bleibt LeBron James bei den Lakers?

    Es ist auch deshalb unklar, wie drastisch die Lakers ihr Team tatsächlich umkrempeln wollen. Wobei auch James‘ Situation natürlich eine Rolle spielt; der 41-Jährige geht selbst als Unrestricted Free Agent in den Sommer. Über die Saison hielt er sich betont bedeckt dazu, wie beziehungsweise ob es für ihn weitergehen könnte.

    Nach Spiel 4 machte er damit weiter. "Ich weiß nicht, was die Zukunft für mich bereithält", sagte James. "Ich werde mich mit meiner Familie zusammensetzen, mir etwas Zeit nehmen. Wenn die Zeit kommt, werdet ihr wissen, was ich entscheide."

    Klar ist: Während der Spielzeit roch es lange nach einem Abschied. Genährt wurden diese Spekulationen bereits vergangenen Sommer, als James‘ Agent Rich Paul offen sagte, die Lakers seien kein Team im Win-Now-Modus. Sonderlich viele Situationen, die sportlich und finanziell mehr Sinn für James ergeben, präsentierten sich indes weder damals noch heute am Horizont.

    Was nichts ausschließt; die Warriors haben ihr Interesse in der Vergangenheit schon hinterlegt, die Tür nach Cleveland steht James wohl immer offen. Ein Verbleib in L.A. aber ebenfalls - zumal James in den Playoffs, durchaus auch gegen OKC, gezeigt hat, dass er eigentlich noch immer zu gut ist, um aufzuhören. Selbst wenn er als Primär-Option sicherlich überbeansprucht war.

    Der Plan war ein anderer

    Eigentlich hatte er diese Rolle ja ohnehin hinter sich gelassen, lediglich die Verletzungen von Doncic und Reaves machten James als Option 1 wieder nötig (dass es gegen Houston funktionierte, ist nach wie vor einigermaßen schockierend). Wie James in diesem Team eigentlich aussehen "sollte", hatten er und die Lakers ja erst vor wenigen Monaten demonstriert.

    Im März waren die zuvor lange inkonstanten Lakers eines der besten Teams der NBA, sowohl von der Bilanz (15-2) her als auch vom Net-Rating (+11,9). Defense und Offense funktionierten gleichermaßen, und die geklärte Hierarchie spielte dabei eine große Rolle, mit James als klar definierter dritter Option und "Glue Guy Deluxe".

    "Ich sehe dieses Jahr nicht als Enttäuschung an", sagte James dazu. "Ich wurde in Positionen gebracht, in denen ich noch nie in meiner Karriere gewesen bin. Ich war in meinem Leben noch nie eine dritte Option." Es brauchte seine Zeit, in dieser Phase sahen die Lakers jedoch zum ersten und einzigen Mal in dieser Spielzeit aus wie ein potenziell gefährliches Playoff-Team.

    Ausgerechnet gegen OKC zog sich Doncic eine Verletzung zu, die seine Saison beenden würde.
    Ausgerechnet gegen OKC zog sich Doncic eine Verletzung zu, die seine Saison beenden würde. Alonzo Adams-Imagn Images

    Es war eine Phase, die am 2. April durch eine Klatsche gegen ausgerechnet OKC jäh beendet wurde, bei der sich Doncic und Reaves beide verletzten. Vollständig erholt hat sich das Team davon nicht mehr, natürlich nicht. Trotzdem demonstrierte diese Phase auch, warum die Lakers trotz all ihrer ungeklärten Fragen keineswegs ängstlich in die Zukunft blicken müssen.

    Es könnte schlimmer sein

    Die Lakers haben nach wie vor Standort- und Marken-Vorteile, mit denen kaum eine Franchise (schon gar nicht OKC) mithalten kann. Es gibt eine neue Ownership-Gruppe um Mark Walter, der bereits bei den Dodgers Erfolg hatte und anders als die vergleichsweise klamme Buss-Familie keine Kosten und Mühen scheuen wird, um die Lakers zu altem Glanz zurückzuführen.

    Die Lakers haben in JJ Redick einen Coach, dessen Karriere vielversprechend begonnen hat, der sein Team gegen Houston exzellent einstellte und es gegen OKC immerhin schaffte, deren MVP Shai Gilgeous-Alexander für drei Spiele deutlich unter seiner normalen Produktion zu halten. Das hat den Lakers die Serie nicht gewonnen, dafür waren die anderen Unterschiede allesamt zu groß. In gewisser Weise achtbar war dieser Teilerfolg trotzdem.

    Nicht zuletzt haben die Lakers selbst einen Top-5-Spieler im besten Alter in ihren Reihen, der vor seiner Verletzung dabei war, seinen bisher besten Basketball nach dem forcierten Umzug zu spielen. Es könnte alles definitiv "schlimmer" sein - wenn, nur als Beispiel, Doncic den Lakers vor knapp anderthalb Jahren nicht in den Schoß gefallen wäre.

    Eine große Distanz zu Oklahoma City bleibt trotzdem bestehen, und es ist keineswegs sicher, dass die Lakers die Thunder kurz- oder mittelfristig einholen werden. Es wird indes sehr spannend, zu sehen, auf welchem Weg sie es versuchen.

    Playoff-Aus nach großem Kampf: Lakers scheiden gegen OKC aus

    Der Fünf-Punkte-MVP: "Monster" Hartenstein ist OKCs heimlicher Matchwinner

    Ole Frerks

    Oklahoma City Thunder
    OKLOklahomaOklahoma City Thunder
    108
    :
    90
    Los Angeles Lakers
    LOSLA LakersLos Angeles Lakers
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    OKLOklahomaOklahoma City Thunder
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    :
    115
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    OKLOklahomaOklahoma City Thunder