02.08.2025
Warriors blocken weiter
Die Sacramento Kings meinen es ernst im Werben um Jonathan Kuminga. Das nun bekannt gewordene Angebot an den Restricted Free Agent hat es in sich. Doch trotz klarer Vorstellungen und einer Einigung mit dem Spieler scheitert der potenzielle Trade weiter an einem altbekannten Detail.

Wie The Athletic berichtet, wollen die Kings Kuminga mit einem Drei-Jahres-Vertrag über 63 Millionen Dollar nach Sacramento holen. Im Rahmen eines Sign-and-Trade-Pakets, das Malik Monk und einen geschützten Erstrundenpick im Jahr 2030 an die Golden State Warriors schicken soll.
Damit würde Sacramento nicht nur einen talentierten Starter gewinnen, sondern auch Kuminga den Wunsch erfüllen, sich einem Team mit klarer Rolle und sportlicher Perspektive anzuschließen. ESPN-Insider Marc J. Spears hatte bereits zuvor berichtet, dass der 22-Jährige "lieber heute als morgen" zu den Kings wechseln wolle. Auch erste Gespräche mit Coach Doug Christie und GM Scott Perry soll es schon gegeben haben.
Doch so klar das sportliche Bild auch ist, so festgefahren zeigt sich der Poker hinter den Kulissen. Die Warriors fordern einen ungeschützten Erstrundenpick, wollen also keine Absicherung, falls der Kings-Pick 2030 durch eine schlechte Platzierung in der Lottery besonders wertvoll werden sollte.
Laut Sam Amick (The Athletic) bieten die Kings im Gegenzug eine Absicherung an: Sollte der 2030er Pick nicht übertragbar sein, sollen die Warriors den schlechteren von zwei Picks (Sacramento oder San Antonio) im Jahr 2031 erhalten. Für Golden State ist das offenbar zu wenig.
Ein weiterer Faktor, der den Deal kompliziert macht: Um den Cap zu entlasten, müsste Golden State zusätzlich Gehalt loswerden. Namen wie Moses Moody oder Buddy Hield kursieren bereits als potenzielle Trade-Kandidaten. Und da der Kader aktuell ohnehin nur neun Spieler umfasst, ist der Spielraum begrenzt.
Golden State hatte Kuminga zuvor ein Angebot über 45 Millionen Dollar für zwei Jahre gemacht, inklusive Team-Option und ohne No-Trade-Klausel. Der Flügelspieler lehnte ab, sein Lager schlug einen Deal über 82 Millionen für drei Jahre vor. Bisher vergeblich.
kon