vor 58 Minuten
NBA Cup aus der Nacht
Luka Doncic ist derzeit einfach nicht zu stoppen. Der Slowene verbuchte gegen die Portland Trail Blazers ein weiteres Spiel mit über 50 Punkten. Die Dallas Mavericks feiern dank Cooper Flagg und einem Rookie den nächsten Cup-Sieg.

Luka Doncic ist derzeit einfach nicht zu stoppen. Gegen die Portland Trail Blazers erzielte der Slowene zum vierten Mal in Folge mindestens 40 Punkte, das gelang in einem Lakers-Jersey zuletzt Kobe Bryant. Die Lakers brauchten aber auch alle diese Punkte, vor allem weil die Blazers in Halbzeit eins mit bis zu 16 Punkten führten. Dann folgte aber die Doncic-Show, der im dritten Viertel mehr Punkte als der Gegner erzielte (20:15).
L.A. drehte so das Spiel komplett, schaffte es aber einfach nicht, Portland komplett abzuschütteln. Drei Minuten vor dem Ende sorgten drei Turnover in Folge dafür, dass die Blazers durch einen Dreier von Toumani Camara noch einmal auf vier Zähler verkürzen konnten, doch ein Alley-Oop-Anspiel von Doncic für Walker Kessler sowie ein Floater des Spielmachers beruhigten die Nerven.
Mit 53 Punkten (17/33 FG, 14/18 FT) und fünf Assists verbuchte Doncic zudem einen Saisonbestwert, zweistellig scorten ansonsten aber nur Austin Reaves (25, 8/22) und Kessler (16, 12 Rebounds). Für Portland waren Damian Lillard (22) und Deni Avdija (20, 11 Assists) die besten Scorer.
Die Lakers stehen nun bei 1-1 im Cup, San Antonio gewann in der gleichen Gruppe derweil sein erstes Spiel deutlich. Die Kings waren nicht der Maßstab für den Finalisten der Vorsaison, auch weil Victor Wembanyama (30, 10/18, 14 Rebounds, 2 Blocks) nach seinem 50-20-Spiel weiterhin gut in Form war. Gegen die Kings wurde der Franzose aber nur für 26 Minuten gebraucht, diese gewannen die Spurs mit +31.
San Antonio nahm satte 42 Freiwürfe, was den Unterschied ausmachte. Wembanyama nahm neun, Dylan Harper (19) ebenfalls. 19 Zähler wurden auch für Stephon Castle und Devin Vassell notiert. Auf Seiten der Kings war erneut Rookie Darius Acuff Jr. (22, 9/20, 8 Assists) der beste Scorer.

Die Dallas Mavericks gewinnen auch ihr zweites Cup-Spiel und haben somit weiterhin alle Chancen auf das Viertelfinale. Gegen die Utah Jazz reichte eine starke zweite Halbzeit, wobei die Texaner vor allem im dritten Viertel (32:19) den Bock umstießen. Hier erzielte Cooper Flagg 15 seiner 21 Punkte (7/16 FG, dazu 10 Rebounds, 7 Assists, 3 Steals) und brachte Dallas so auf die Siegerstraße.
Bester Scorer für die Mavs war aber P.J. Washington (26), der sechs seiner zehn Dreier verwandelte. Der Rest des Teams traf dagegen nur 3/22, auch bei Kyrie Irving (14, 7/20 FG, 0/4 3P) ging nicht viel. Dafür sammelte Rookie Morez Johnson Jr. (13, 17 Rebounds) aber gleich zehn Offensiv-Rebounds ein und sorgte so für zahlreiche zweite Chancen.
Für Utah war Lauri Markkanen (24, 8/15 Dreier) bester Scorer, Nr.2-Pick Darryn Peterson steuerte 21 Zähler und drei Blocks bei. 21 Ballverluste waren aber zu viel, dazu erzielte die Jazz gerade einmal 36 Punkte in der Zone (DAL: 48).
In der Gruppe C im Osten steht Boston nach dem deutlichen Sieg in Charlotte bei 2-0, ungeschlagen sind auch noch die Atlanta Hawks, die gegen Washington erstmals im Einsatz waren. Die Gastgeber waren gegen die Wizards die meiste Zeit vorne, weil die Offense brummte und die Hawks in der Schlussminute alle acht Freiwürfe trafen und damit Washington nicht mehr ins Spiel kam.
Mit Nickeil Alexander-Walker (28), Lu Dort (25, 5/7 3P) und Onyeka Okongwu (22, 10 Rebounds) erzielten gleich drei Spieler mindestens 20 Zähler, dazu überzeugte auch Aaron Wiggins (19) von der Bank kommend. Auf der Gegenseite hatte Trae Young bei seiner Rückkehr nach Atlanta einen schweren Stand. Zwar erzielte der ehemalige All-Star 23 Punkte (7/16) und zehn Assists, leistete sich aber auch neun Ballverluste.
Anthony Davis fehlte wegen Problemen am Sprunggelenk, sodass Washington defensiv große Probleme hatte. Bester Scorer war Kyshawn George (33, 8 Assists), von der Bank kommend steuerte Tre Johnson 23 Zähler bei.
Im Westen haben die Minnesota Timberwolves bei 2-0 die Führung in der Gruppe B inne. Leicht war es in New Orleans aber nicht, die Pelicans hatten zuvor vier Spiele in Serie für sich entschieden. Auch im vierten Viertel führten die Gastgeber noch, doch LaMelo Ball führte Mitte des Schlussabschnitts einen 8:0-Lauf an, der Minnesota auf die Siegerstraße brachte.
Auch Topscorer Ayo Dosunmu (26, 8/14) hatte in der Schlussphase gute Momente, der dritte 20-Punkte-Scorer im Bunde war Jaden McDaniels (23). Für New Orleans waren Jeremiah Fears (24) und Karlo Matkovic (18) die besten Scorer, während Zion Williamson (13, 8 Rebounds) eher unauffällig blieb.

Der größte Konkurrent der Timberwolves werden die Oklahoma City Thunder sein, die in Memphis keinerlei Probleme hatten. Der Champion von 2025 hielt die Grizzlies bei gerade einmal 33 Prozent aus dem Feld, vor allem bei Rookie Cameron Boozer (8, 2/14 FG, 12 Rebounds) funktionierte fast nichts.
Auf der Gegenseite bekam MVP Shai Gilgeous-Alexander (28, 11/22) jede Menge Unterstützung von Topscorer Ajay Mitchell (35, 14/20) und Isaiah Hartenstein (2, 6 Rebounds, 7 Assists), der immer wieder vom Perimeter die Bälle an seine Mitspieler verteilte. Schon in der ersten Halbzeit führten die Thunder mit bis zu 25 Punkten und ließen in der Folge auch nichts mehr anbrennen.
In der Gruppe A im Osten (unter anderem mit den Orlando Magic) gab es nur ein Spiel und Toronto setzte sich hier auch ohne Kawhi Leonard, Scottie Barnes und Immanuel Quickley durch. In Halbzeit eins führten die Bucks angeführt von Tyler Herro (23, 10 Assists) und Rookie Brayden Burries (21, 11 Rebounds) zwar mit bis zu 15 Punkten, doch nach der Pause zogen die Kanadier vor allem in der Defense die Stellschrauben an.
Jakob Pöltl spielte hier mit 19 Punkten und elf Rebounds eine wichtige Rolle, von der Bank kommend verwandelte Alijah Martin (27, 9/11) sechs seiner sieben Dreier. Der Rest der Mannschaft traf dagegen fast nichts (3/25). RJ Barrett brauchte für seine 27 Punkte keinen Distanzwurf, Jamal Shead (10) legte einen Karrierebestwert von 16 Assists auf.
rar