vor 18 Stunden
Wird es jetzt ernst?
Was wie eine reine Provokation wirkte, hat Enes Kanter Freedom jetzt zumindest formal untermauert. Der ehemalige NBA-Profi hat nach eigener Darstellung ein Schreiben bei der WNBA eingereicht, mit dem er seine Teilnahme am Draft 2027 erklärt.

Freedom veröffentlichte das auf den 6. August datierte Dokument am Montag in seiner Instagram-Story und schrieb dazu: "Officially official". Das Schreiben ist an das League Office und die für Spielerpersonal zuständige Abteilung der WNBA adressiert, Commissioner Cathy Engelbert wurde ebenfalls aufgeführt. Darin bittet der 34-Jährige darum, seine Mitteilung als formelle Erklärung zur Aufnahme in den Spielerpool für den WNBA Draft 2027 anzunehmen.
Er beruft sich in dem Dokument auf Artikel XIII des Tarifvertrags und verweist unter anderem auf sein Alter sowie seine nicht mehr vorhandene College-Spielberechtigung. Zudem fordert er die Liga auf, den Eingang seines Schreibens zu bestätigen.
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Genau hier liegt der entscheidende Unterschied zwischen einer eingereichten Erklärung und einer tatsächlichen Draft-Berechtigung. Der Tarifvertrag der WNBA hält ausdrücklich fest, dass nur Frauen in der Liga spielberechtigt sind. Daneben bestehen weitere Voraussetzungen für eine Teilnahme am Draft, unter anderem hinsichtlich Alter und College-Berechtigung. Dass Freedom ein entsprechendes Schreiben eingereicht hat, bedeutet nicht automatisch, dass er 2027 tatsächlich zur Auswahl stehen wird.
Bereits wenige Tage zuvor hatte der langjährige NBA-Center seine vermeintliche Draft-Anmeldung in einem Instagram-Video angekündigt. Dabei nahm Freedom die Debatte über die Teilnahme von Transgender-Athleten im Frauensport aufs Korn und argumentierte, die geltenden Regeln der WNBA würden seiner Ansicht nach Raum für eine solche Anmeldung lassen. Gleichzeitig erklärte er, sich mit seiner Aktion nicht über Transgender-Menschen lustig machen zu wollen.
Die Spielerinnengewerkschaft WNBPA hatte inzwischen auf die Kontroverse reagiert und ihr Bekenntnis zu Gerechtigkeit, Gleichberechtigung, Vielfalt und Inklusion erneuert. Gleichzeitig verurteilte sie Hass, Missbrauch und die Dämonisierung von Transgender-Menschen und warnte davor, Spielerinnen und die Gewerkschaft als Mittel für politische Auseinandersetzungen zu instrumentalisieren.
kon