vor 19 Stunden
Gewerkschaft reagiert auf Freedom-Spott
Die Transgender-Debatte spaltet weiter die WNBA. Nachdem Ex-NBA-Spieler Enes Kanter Freedom über einen möglichen Drafteintritt im kommenden Jahr gespottet hatte, hat die Spielerinnengewerkschaft (WNBPA) nun auf sein Statement reagiert. Währenddessen will sich auch ein weiterer Ex-NBA-Spieler für den WNBA Draft 2027 anmelden.

"An alle, die dieses Spiel lieben: Die WNBPA repräsentiert über 200 individuelle Menschen mit unterschiedlichen Lebenserfahrungen, Kulturen, Lebensstilen und Meinungen", heißt es in der Erklärung.
"Wir stehen für Gerechtigkeit, Gleichberechtigung, Vielfalt und Inklusion. Das sind die Werte, die diese Gewerkschaft vereinen und es ihr ermöglichen, den Frauensport zu schützen und gleichzeitig einen transformativen Wandel zu bewirken", erklärte die Spielerinnengewerkschaft weiter.
Dabei wolle die WNBPA nicht als Spielball für politische Debatten missbraucht werden. "Hass, Missbrauch und die Dämonisierung von einzelnen Personen oder Personengruppen - einschließlich Transgender-Menschen - schüren nur Angst, Spaltung und Schaden", heißt es weiter. Zudem werde die Gewerkschaft "weiterhin schwierige Gespräche führen".

In einem Instagram-Video, das Freedom am Freitagabend deutscher Zeit auf seinem privaten Account veröffentlicht hatte, erklärte er im Draft-typischen Duktus seine Anmeldung fürs Jahr 2027: "Nach reiflicher Überlegung und Prüfung der aktuellen Teilnahmebedingungen erkläre ich mich hiermit offiziell zu einem WNBA-Draft-Prospect."
Der spöttische Beitrag bezieht sich auf die derzeitigen Teilnahmebedingungen der WNBA für Spielerinnen. Demnach genügt die Selbstidentifikation als Frau, um am Wettbewerb teilzunehmen. "Wenn eine einfache Selbsterklärung bereits ausreicht, dann erfülle ich jede einzelne Voraussetzung, um in der WNBA anzutreten", so Freedom weiter.
Im weiteren Verlauf des Videos erklärte der langjährige NBA-Spieler, sich nicht über die Trans-Community lustig machen oder ihr gegenüber respektlos sein zu wollen. Dennoch setzte er im Anschluss seinen sarkastischen Monolog weiter fort und forderte die Liga auf, ihre Maßstäbe von Inklusion auch auf ihn anzuwenden.
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Nur wenige Stunden nach Freedoms Erklärung veröffentlichte auch Ex-Erstrundenpick Royce White ein Video, in dem er seine Anmeldung zum WNBA Draft 2027 verkündete.
"Ich bin transgender. Ich bin eine Frau. Ich identifiziere mich - manchmal - als Frau für die Zwecke des Basketballs, des professionellen Basketballs, also werde ich mich 2027 auch für den WNBA Draft anmelden", sagte White in einer spöttischen Ankündigung, die auf den Social-Media-Kanälen von Fox News veröffentlicht wurde.
Die Videos kommen in einer Zeit massiver Polarisierung rund um die Transgender-Frage im professionellen Frauensport. Der Oberste Gerichtshof der USA hatte erst wenige Monate zuvor Trans-Athleten teilweise von der Ausübung ihres Sports ausgeschlossen. Die Debatte griff auf die WNBA über, nachdem sich Fever-Spielerin Sophie Cunningham kritisch zur Einbeziehung von Transgender-Athleten geäußert hatte. Hier geht's zur damaligen News.
jos, gfr