vor 16 Stunden
Deutsches Toptalent verzichtet auf College-Rückkehr
Christian Anderson wird im NBA Draft 2026 bleiben. Das bestätigte der Berater des deutschen Guards von Texas Tech Red Raiders am Montag.

Anderson hatte bereits Anfang April erklärt, den Draft-Prozess voll durchziehen zu wollen. Positive Rückmeldungen beim NBA Draft Combine sowie bei mehreren Team-Workouts bestätigten den Deutschen nun endgültig in seiner Entscheidung. "Das ist ein Traum, auf den ich mein ganzes Leben hingearbeitet habe", erklärte Anderson. "Dass daraus jetzt eine echte Chance wird, ist etwas, das ich niemals als selbstverständlich ansehen werde."
Vor allem beim Combine hinterließ der 20-Jährige starken Eindruck. Über alle Shooting-Drills hinweg traf Anderson 73,7 Prozent seiner Würfe, darunter starke 27 seiner 30 Pull-up-Würfe. Auch athletisch überzeugte der Guard mit einer Spannweite von plus 13,5 cm sowie einem Vertical Leap von 103 cm. Laut ESPN gilt Anderson aktuell als möglicher Top-20-Pick, im letzten Mock Draft landete er auf Pick 16.
Seine starke Draft-Position hatte sich Anderson vor allem mit einer herausragenden Sophomore-Saison bei Texas Tech erarbeitet. Der Guard kam auf 18,5 Punkte und 7,4 Assists pro Partie - letzterer Wert war der drittbeste im gesamten College-Basketball. Zudem traf Anderson starke 41,5 Prozent seiner Dreier und wurde sowohl ins Third-Team All-American als auch ins First-Team All-Big 12 gewählt.
International machte Anderson bereits im vergangenen Sommer bei der U19-Weltmeisterschaft auf sich aufmerksam. Dort führte er Deutschland mit 17,3 Punkten und 6,6 Assists pro Spiel zur Silbermedaille und wurde anschließend ins All-Star-Team des Turniers gewählt. Im Finale gegen die USA kam der Guard auf 18 Punkte und neun Assists. Zudem sammelte Anderson bereits Erfahrungen bei der deutschen A-Nationalmannschaft.
"Texas Tech und Coach Grant McCasland haben unglaublich viel für mich getan", sagte Anderson weiter. "Coach hat von Anfang an an mich geglaubt, mich besser gemacht und jeden Tag gepusht." Für die Red Raiders endet damit zwar die Zeit ihres Star-Guards, Texas Tech reagierte allerdings bereits mit mehreren hochkarätigen Transfer-Verpflichtungen auf den erwarteten Abgang.
sgm