vor 12 Stunden
Werden Verträge für nichtig erklärt?
Droht den deutschen und ausländische Spielern auf dem College Ungemach? Die NCAA hat neue Richtlinien veröffentlicht, die eine Kettenreaktion auslösen könnte und vor allem die internationalen Spieler betrifft.

Laut den neuen Richtlinien der NCAA muss nun bei zahlreichen Spielern geprüft werden, ob sie überhaupt für College-Basketball berechtigt sind. Demnach kann ein Spieler diesen Status verlieren, wenn er …
… schon Verträge mit einem Profi-Team geschlossen hat.
… in einer Liga gespielt hat, die voll professionalisiert ist.
… wenn er für seine Dienste kompensiert wurde, die den täglichen Bedarf übersteigen.
Darüber hinaus wurden explizit die NBA, aber auch die großen Ligen in Europa genannt. Als Beispiel wäre laut Auslegung der NCAA ein Spieler wie Jack Kayil vermutlich nicht für das College berechtigt (der Berliner will gleichzeitig im NBA Draft bleiben), da er einen Profivertrag besitzt und bereits in größeren Ligen zum Einsatz kam.
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Draft-Experte Jonathan Givony fasste es wie folgt zusammen. "Die neuen NCAA-Regeln senden eine eindeutige Nachricht: Ausländische Spieler sind nicht mehr auf dem College erwünscht. Jeder Spieler aus der EuroLeague, selbst die, die kaum etwas verdient haben, sollen plötzlich nicht mehr berechtigt sein?"
Das Problem: Angeblich soll die Regel bereits für die nächste Saison gelten, wodurch zahlreiche Talente, die schon bei einem College zugesagt haben, sich in der Schwebe befinden. Allein aus der BBL haben sich bereits mehr als zehn Talente der NCAA verschrieben, darunter Spieler wie Alec Anigbata (Ulm, 21) oder Jared Grey (Hamburg, 21), die bereits mehrere Jahre im EuroCup gespielt haben.
Auch aus der EuroLeague wechseln zahlreiche Talente ans College, Spieler wie Quinn Ellis (Mailand) sollen enorm lukrative NIL-Deals erhalten haben. Ob diese Verträge nun tatsächlich für nichtig erklärt werden, ist aber völlig offen, da die Formulierungen einen großen Graubereich hinterlassen.
Ein weiteres Problem ist der Zeitpunkt, da die meisten Teams bereits ihre Planungen abgeschlossen haben. Auch für die Spieler selbst ist es ungünstig, da ihre Abgänge von den alten Teams bereits eingeplant sind und so womöglich Kaderplätze verloren gehen.
rar