23.07.2025
Rückkehr zu altem Format
Keine europäische Liga trug in der vergangenen Saison ihre Play-offs länger aus als die Basketball-Bundesliga. Nach Kritik von Spielern und Klubs hat die Liga nun Konsequenzen gezogen.

Über 45 Tage erstreckten sich die Play-offs der vergangenen Saison und überschnitten sich dadurch auch mit dem Draft in der NBA. Für die beiden Ulmer Talente Noa Essengue und Ben Saraf hatte das zu Folge, dass sie sich zwischen dem Finale um die Meisterschaft und einem persönlichen Kindheitstraum entscheiden mussten.
Ein Hauptgrund für die lange Dauer der Play-offs war das 1-1-1-1-1-System. Bedeutet: Im Best-of-Five wechseln sich die beiden Gegner mit der Ausrichtung der Heimspiele jeweils ab. "Das ist meiner Meinung nach Schwachsinn, macht keinen Sinn", kritisierte bereits damals Ulms Karim Jallow die Regelung.
Auch Philipp Hartwich von den Rostock Seawolves stellte das System infrage: "Für uns Spieler ist das der Horror. Das macht am Ende auch das Produkt nicht besser. Denn Reisestrapazen sind das Number-One-Ding, das die Leistung runterzieht", erklärte der Center im Podcast Dyn-Timeout.
Als Alternative schlug Hartwich bereits damals die Rückkehr zum 2-2-1-System vor. Das hätte zur Folge, dass die ersten beiden Spiele einer Serie beim Team mit der besseren Saisonbilanz ausgetragen würden. Die Begegnungen drei und vier finden dann beim jeweils anderen Team statt, ehe das Heimrecht in einem möglichen fünften Spiel erneut zum ersten Klub wechselt.
Dazu ist es, laut Sport1, nun gekommen. Einem entsprechenden Bericht zufolge haben sich 13 Teams für die Änderung entscheiden. Bereits in der kommenden Saison sollte diese dann in Kraft treten. Eine offizielle Stellungnahme der BBL steht noch aus.