23.07.2025
Dritter chinesischer Erstrundenpick
Yang Hansen brachte bei der Summer League mehr Menschen vor den Bildschirm als Cooper Flagg. Seine ersten Ansätze in Las Vegas waren gut - von Vergleichen mit Yao Ming will er aber nichts wissen.

1,1 Millionen US-Amerikaner sahen beim Debüt von Cooper Flagg für die Dallas Mavericks zu, was im historischen Vergleich ein guter Schnitt war. Aber: Das erste Spiel der Blazers gegen Memphis brachte 5,2 Millionen Chinesen an die Fernsehgeräte - sie alle wollten das Debüt von Yang Hansen nicht verpassen.
Und nicht nur das: Zahlreiche chinesische Fans pilgerten nach Las Vegas, um ihren neuen Star live spielen zu sehen. Ein Fernsehteam begleitete den Big Man auf Schritt und Tritt, um eine zehnteilige Doku über den Sommer des 20-Jährigen zu drehen. Erstrundenpicks aus China gab es in der Vergangenheit eben nicht so viele.
Genauer gesagt: Da wäre natürlich Hall of Famer Yao Ming, der 2002 von Houston an erster Stelle gezogen wurde, aber auch Yi Jianlian (2007). Letzterer hielt sich nur vier Jahre in der Liga und ist heute eher dafür bekannt, dass er mal ein Draft-Workout gegen einen Stuhl absolvierte.
Die Vergleiche mit Yao kommen schnell, davon will Yang aber nichts wissen. "Yao ist die Nummer eins im Paradies. Ich bin nur ein Rookie und ihm gegenüber nur kalte Asche." Kontakt gab es zumindest schon, laut des Rookies habe Yao ihm ein paar Tipps mit auf den Weg gegeben.
| Saison | Gehalt (in Mio.) | Option |
|---|---|---|
| 2025/26 | 4,42 | |
| 2026/27 | 4,64 | |
| 2027/28 | 4,86 | Team |
| 2028/29 | 7,46 | Team |
| 2029/30 | RFA |
Die erste Versuche in Las Vegas waren zumindest vielversprechend. In vier Partien legten Hansen durchschnittlich 10,8 Punkte, 5,0 Rebounds und 3,8 Assists auf, dabei ließ er einige Mal aufblitzen, woher der Spitzname "chinesischer Jokic" kommt. Hansen hat ein gutes Ballgefühl, erkennt Situationen schnell und besitzt eine gute Fußarbeit für komplizierte Moves.
Ob es langfristig für die NBA reicht? Das wird die Zeit zeigen, doch die ersten Zeichen deuten darauf hin, dass die Wahl der Blazers nicht nur ein Marketing-Gag war.
Robert Arndt