vor 23 Stunden
Machtkampf hinter den Kulissen
Der Machtkampf bei den Dallas Mavericks nimmt die nächste Wendung. Minderheitseigentümer Mark Cuban hat seinen rechtlichen Antrag gegen Team-Gouverneur Patrick Dumont zurückgezogen. Beigelegt ist der Streit um die milliardenschweren Pläne für eine neue Arena damit aber noch lange nicht.

Wie die Dallas Morning News berichtet, reichten Cubans Anwälte am Montag beim Texas Business Court einen entsprechenden Rückzug ohne Rechtsverzicht ein. Richter Bill Whitehill stellte das Verfahren daraufhin ein, außerdem wurde eine für Freitag angesetzte Anhörung abgesagt. Beide Parteien müssen ihre bislang entstandenen Anwaltskosten selbst tragen.
Cuban hatte den sogenannten Rule-202-Antrag Anfang Juli eingereicht. Dabei handelte es sich noch nicht um eine Klage, sondern um ein Verfahren, mit dem vor einem möglichen Prozess Informationen und Aussagen eingeholt werden können. Der langjährige Mavericks-Besitzer wirft Dumont und der neuen Mehrheitseigentümergruppe vor, ihn bei den Planungen für die neue Arena sowie damit verbundenen Geschäftsmöglichkeiten außen vor gelassen zu haben.
Konkret geht es um das Gelände der ehemaligen Valley View Mall in Dallas. Die Mavericks haben sich Optionen zum Kauf von rund 104 Acres (rund 42 Hektar) gesichert und wollen dort perspektivisch eine neue Arena samt Entertainment District errichten. Cuban, der nach dem Verkauf der Mehrheit an die Familien um Miriam Adelson und Patrick Dumont weiterhin 27 Prozent der Franchise hält, sieht dadurch wohl eigene vertragliche Rechte berührt.
Der Rückzug des Antrags bedeutet entsprechend nicht das Ende des Konflikts. Cubans Anwälte erklärten, das bisherige Verfahren habe seinen Zweck erfüllt. Durch die mittlerweile offengelegte Unternehmensstruktur der eigens für das Arena-Projekt gegründeten Gesellschaft Arena Development Intermediate sehe man entscheidende Fragen beantwortet. Jetzt wolle die Cuban-Seite ihre Rechte auf anderem Wege durchsetzen. Das Verfahren wurde ausdrücklich ohne Rechtsverzicht eingestellt, wodurch weitere rechtliche Schritte möglich bleiben.

Die Mavericks selbst halten unterdessen an ihren Arena-Plänen fest. Gegenüber der Dallas Morning News bekräftigte die Franchise zuletzt, weiterhin vollständig auf das Valley-View-Projekt fokussiert zu sein. Aktuell läuft allerdings noch die Prüfung verschiedener Voraussetzungen, darunter Grundstücksfragen, Genehmigungen und die Finanzierung des Großprojekts.
Die aktuelle Heimat der Mavericks ist das American Airlines Center, dessen Mietvertrag 2031 ausläuft. Die neue Arena soll nach den bisherigen Vorstellungen rechtzeitig zur NBA-Saison 2031/32 bezugsfertig sein.
kon