16.04.2025
Pikantes Interview vor Play-In-Spiel
Nico Harrison stellte sich am Dienstag erstmals seit seiner Pressekonferenz nach dem Trade von Luka Doncic ausgewählten Medien. Der General Manager verteidigte seine Entscheidung und verteilte dabei auch Seitenhiebe in Richtung von Dirk Nowitzki.

"Ich diene den Dallas Mavericks und für das, was im Interesse der Franchise ist", stellte Harrison klar. Der GM hatte zu einer Fragerunde eingeladen, bei der lediglich ausgewählte Medienvertreter teilnehmen durften. Dazu war eine weitere Bedingung, dass es weder Audio noch Video von dem Gespräch geben dürfe.
Dabei verteidigte Harrison noch einmal den Trade und betonte, dass er stets in Sinne der Franchise handeln würde: "Das ist meine Hauptaufgabe. Manche Entscheidungen sind vielleicht nicht populär für Dirk [Nowitzki] oder die Fans, aber ich treffe diese Entscheidungen für die Dallas Mavericks."
Nowitzki hatte in einem Podcast mit seiner Schwester sein Unverständnis für den Trade gezeigt, gab aber auch an, dass er seit zwei Jahren nicht mehr wirklich involviert sei. Offiziell fungiert Nowitzki aber weiter als Berater für die Franchise. Beim Doncic-Trade war seine Stimme aber nicht gefragt, wie auch Harrison bestätigte: "Ich kann nicht Menschen konsultieren, die nicht da sind. Sie verstehen nicht, was in diesem Team Tag für Tag passiert."

Ähnliches gelte auch für Ex-Besitzer Mark Cuban, der sich ebenfalls mehrfach kritisch äußerte und nun auch auf die Aussagen von Harrison reagierte. "Dirk ist Dallas, er ist die Franchise. Damals, heute und für immer. Das sollte niemand vergessen", schrieb Cuban auf X. "Seine Statue wird hier für immer stehen. Loyalität verschwindet nicht einfach."
Der Zeitpunkt der Harrison-Aussagen verwundern ebenso. In der Nacht auf Donnerstag kämpfen die Mavericks bei den Sacramento Kings in den Play-Ins um ihre letzte Playoff-Chance. Womöglich ist dann die Saison bereits beendet und Harrison wird sich dann im Exit-Interview erneut den Medien stellen müssen.
rar