vor 3 Stunden
Ex-Bayern-Boss reagiert auf Stoscheck-Interview
Der langjährige Münchner Geschäftsführer Marko Pesic kann sich den umworbenen Basketball-Trainer Anton Gavel von den Bamberg Baskets gut beim FC Bayern vorstellen. Für die Aussagen von Michael Stoschek hat der Ex-Nationalspieler dafür kein Verständnis.

"Ich glaube, jeder, der hart arbeitet und solche Resultate in seiner Vita vorweisen kann, ist ein Kandidat nicht nur für Bayern, sondern für viele andere Vereine", sagte der frühere Nationalspieler im Interview bei Sport1. "Er ist eine außergewöhnliche Person, die alles in ihrem Leben nicht allein durch Talent, sondern vor allem durch harte Arbeit erreicht hat", betonte Pesic.
Um die Zukunft von Gavel ist ein Streit entbrannt. Zur neuen Saison soll er die Nachfolge vom aktuellen Bayern-Coach Svetislav Pesic antreten, dem Vater von Marko Pesic.
Der Bamberger Gesellschafter Michael Stoschek hatte sich zuvor via "Bild" und "Hamburger Abendblatt" zu Wort gemeldet und Interna veröffentlicht. Seine Botschaften: Gavel wolle Pokalsieger Bamberg Baskets sofort in Richtung München verlassen. Und: Der 41-Jährige habe die Kündigung eingereicht.
Stoscheks Aussagen zufolge beruft sich der bis Sommer 2027 an Bamberg gebundene Gavel auf einen Formfehler in seinem Vertrag. "Er hat der Geschäftsführung eine Kündigung vorgelegt: Weil die digitale Unterschrift nicht schriftlich bestätigt wurde, sei sie angreifbar", berichtete Stoschek.
Die Kritik an dem 41-jährigen Gavel kann Marko Pesic überhaupt nicht verstehen: "Und von allen Spielern, die ich in meiner langen Zeit als Manager erlebt habe, war er ganz sicher in den Top drei, was Ehrlichkeit, Loyalität und Einsatz anging. Und nicht nur das: Anton Gavel ist eine Basketballpersönlichkeit, die die Bundesliga über die vergangenen 15 Jahre geprägt hat, als Spieler und als Trainer."
Umso verärgerter ist Pesic, dass dieser Streit nun auf dem Rücken von Gavel ausgetragen wird: "Er hat für Bamberg so viel geleistet, als Spieler und als Trainer. Wenn du das nicht intern lösen kannst, dann stimmt das System bei dir nicht."
DPA/red