vor 3 Stunden
20-Punkte-Führung verspielt
Die MHP Riesen Ludwigsburg sind im Achtelfinale des BBL-Pokals gegen Rasta Vechta dramatisch ausgeschieden. Nach dem Spiel legte Jonas Wohlfarth-Bottermann den Finger in die Wunde.

Während Rasta Vechta nach zwischenzeitlich 20 Punkten Rückstand ein furioses Comeback feierte, war die Stimmung bei den MHP Riesen Ludwigsburg eine gänzlich andere. "Ich habe keine Erklärung dafür. Wir haben einfach aufgehört, Basketball zu spielen". machte Jonas Wohlfarth Bottermann im Anschluss am Dyn-Mikrofon deutlich.
Man habe nicht mehr seine Plays gespielt und auch in der Defensive den Zugriff verloren. Die Niederlage sei zwar verdient, dennoch sei es "untypisch" für die Ludwigsburger, schließlich habe man bisher vor allem zum Spielende hin "immer sehr gut performt", so der 36-Jährige weiter.
Das Fehlen von Topscorer Ishmael Leggett wollte er nicht als Ausrede gelten lassen. "Natürlich hat uns Ish gefehlt. Aber wir waren auch ohne Ish vorne". Die Art und Weise, wie man aus der Kabine gekommen sei, habe dem Team das Genick gebrochen. "Das dritte Viertel war eine Katastrophe", sagte der Big Man über das Viertel, in dem Vechta einen zwischenzeitlichen 16:0-Lauf hinlegen konnte. Am Ende habe man zwar gekämpft und seine Mentalität zeigen können, dennoch kommt Wohlfarth-Bottermann zu einem eindeutigen Fazit: "Im Großen und Ganzen war das gar nichts".
Der Big Man spielt seit 2024 zum bereits zweiten Mal für die Riesen und ist nicht nur Führungsspieler, sondern auch Identifikationsfigur. Der 36-Jährige kam bei der bitteren Pokal-Niederlage selbst nur auf gut sechseinhalb Minuten Spielzeit, in denen er zwei Rebounds einsammelte. Den Großteil des Spiels erlebte er von der Bank aus, da er fünf persönliche Fouls begangen hatte.
jsc