vor 5 Stunden
Gespräche mit früheren Lakers-Eigentümern
Tony Parker hat sich zur finanziellen Zukunft von LDLC ASVEL Villeurbanne geäußert. Der Klubpräsident bestätigte weit fortgeschrittene Gespräche mit Joey und Jesse Buss und erklärte, warum das geplante Großprojekt des französischen Klubs vorerst nicht umgesetzt werden konnte.

Nach Parkers Aussage scheiterte das Vorhaben zunächst an den umfangreichen Anforderungen der französischen Finanzaufsicht DNCCG. "Ich glaube, wir zahlen ein wenig für die Folgen von Monaco", erklärte der frühere NBA-Star. Die Behörde habe nach den finanziellen Problemen beim Ligakonkurrenten kein Risiko eingehen wollen und deshalb zusätzliche Garantien verlangt.
Die grundsätzliche Zustimmung des beteiligten Investmentfonds habe bereits vorgelegen. Wegen der vielen rechtlichen und regulatorischen Anforderungen sei ASVEL jedoch die Zeit ausgegangen. Projekte dieser Größenordnung würden Zeit benötigen, betonte Parker: "Dann schalten sich die Anwälte ein und es gibt 50.000 Dinge zu erledigen." Der Klub konnte das Vorhaben deshalb nicht rechtzeitig abschließen.
Das Projekt ist damit jedoch nicht endgültig vom Tisch. Parker kündigte einen neuen Anlauf für die Saison 2027/28 an. Unterstützung könnte dabei von Buss Sports Capital kommen, dem Investmentfonds der Brüder Joey und Jesse Buss. "Die Gespräche sind mehr als fortgeschritten", bestätigte Parker. Wegen unterzeichneter Vertraulichkeitsvereinbarungen könne er aktuell keine weiteren Details nennen.
Es sei allerdings kein Geheimnis, dass die Buss-Brüder bereits nach Lyon gereist seien und ASVEL mit ihnen verhandele. Joey und Jesse Buss gehören zur früheren Eigentümerfamilie der Los Angeles Lakers und könnten dem französischen Klub bei der Umsetzung seiner ambitionierten Pläne helfen.
Die Verzögerung hatte auch sportliche Folgen. Der bereits eingeplante französische Nationalspieler Sylvain Francisco musste den Klub wieder verlassen. "Wir hatten denselben Traum", sagte Parker über das gemeinsame Ziel, einen französischen Verein zum Gewinn der EuroLeague zu führen. Francisco wäre laut Parker sogar bereit gewesen zu warten, doch der ASVEL-Präsident wollte die Karriere des 28-Jährigen nicht gefährden. Eine spätere Zusammenarbeit schloss er nicht aus.
sgm